Warnung, Risiken

Warnung vor Risiken eines Iran-Angriffs? Trump dementiert

24.02.2026 - 06:31:18 | dpa.de

US-Generalstabschef Dan Caine hat PrÀsident Donald Trump und dessen Team Medienberichten zufolge vor Risiken eines MilitÀreinsatzes im Iran gewarnt.

Demnach sieht er insbesondere die Gefahr, in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden und nicht genĂŒgend UnterstĂŒtzung von VerbĂŒndeten zu bekommen. Auf entsprechende Berichte von US-Medien wie dem Nachrichtenportal "Axios" und der "Washington Post" reagierte Trump mit Kritik: "Fake News"-Medien wĂŒrden behaupten, Caine sei dagegen, dass "wir gegen den Iran in den Krieg ziehen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das sei zu "100 Prozent falsch".

EngpĂ€sse bei Waffen, Lebensgefahr fĂŒr US-Soldaten

Die Berichte beziehen sich auf angeblich mit den internen Diskussionen vertraute Quellen. Nach Informationen der "Washington Post" sieht Caine auch in VersorgungsengpĂ€ssen bei wichtigen Waffensystemen ein erhebliches Risiko fĂŒr einen MilitĂ€reinsatz und daran beteiligte US-Soldaten. Demnach Ă€ußerte der Generalstabschef seine Besorgnis vergangene Woche bei einem Treffen mit Trump und dessen Beratern im Weißen Haus.

Jeder grĂ¶ĂŸere Einsatz gegen den Iran sei nach Caines EinschĂ€tzung problematisch, weil die WaffenbestĂ€nde der USA durch die massive UnterstĂŒtzung Israels im Gaza-Krieg und der Ukraine gegen Russland geschrumpft seien. Auf die potenzielle Lebensgefahr fĂŒr US-Soldaten habe der Generalstabschef auch in Pentagon-Sitzungen hingewiesen.

Warnungen vor den Risiken eines ausgedehnten MilitĂ€reinsatzes, die vor allem Caine vorgebracht habe, bekam Trump laut "Wall Street Journal" auch aus dem Verteidigungsministerium. Neben möglichen Verlusten der USA und ihrer VerbĂŒndeten hĂ€tten diese sich auch auf eine Überlastung der StreitkrĂ€fte bezogen.

Einige Beamte sagten der Zeitung demnach, Diskussionen ĂŒber mögliche Opfer und Kosten seien immer Teil der Planung vor militĂ€rischen EinsĂ€tzen. Die Optionen fĂŒr Angriffe auf den Iran reichen dem Bericht zufolge von anfĂ€nglich begrenzten Attacken bis hin zu tagelangen Luftangriffen, die auf den Sturz der FĂŒhrung in Teheran abzielen.

Trump: Ohne Deal "wird es ein sehr schlechter Tag" fĂŒr Iran

Trump betonte in seinem Post, dass Caine genau wie andere US-Vertreter keinen Krieg wolle. Falls allerdings eine Entscheidung fĂŒr ein militĂ€risches Vorgehen gegen den Iran getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es ein Leichtes sein werde, zu gewinnen.

Der US-PrĂ€sident hob auch hervor, dass er allein derjenige sei, der die Entscheidungen treffe. Er bekrĂ€ftigte dabei seine bekannte Darstellung, dass er einen Deal mit dem Iran zwar bevorzugen wĂŒrde, schob dann aber nach: "Wenn wir keinen Deal machen, wird es ein sehr schlechter Tag fĂŒr dieses Land."

Donnerstag soll wieder verhandelt werden

Vertreter der USA und des Irans verhandeln seit kurzem wieder ĂŒber das umstrittene iranische Atomprogramm. Greifbare Fortschritte scheint es bislang nicht zu geben. An diesem Donnerstag soll es US-Regierungskreisen zufolge eine weitere GesprĂ€chsrunde in Genf geben. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte dem US-Sender CBS News jĂŒngst, er gehe davon aus, dass man beim nĂ€chsten Treffen "einen tragfĂ€higen Text ausarbeiten und rasch zu einer Einigung kommen" könne.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, die an den jĂŒngsten Verhandlungen in der Schweiz beteiligt waren, drĂ€ngten Trump dazu, mit etwaigen militĂ€rischen Schritten zu warten und der Diplomatie eine Chance zu geben, berichtete "Axios".

Trump selbst hatte am Donnerstag vergangener Woche eine Frist von 10 bis 15 Tagen als ausreichend fĂŒr ein Abkommen mit dem Iran bewertet. Das sei aber "so ziemlich das Maximum". Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird fĂŒr sie bedauerlich."

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