US-MilitĂ€r: Angegriffener iranischer Ăltanker versenkt
Veröffentlicht am: 06.09.2026 um 11:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Versenken der "M/T Kylo" sei der "PrĂ€zision und der ProfessionalitĂ€t" der US-Soldaten zu verdanken, erklĂ€rte das zustĂ€ndige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X. Der Tanker war demnach nicht mit Ăl beladen. Ein vom US-MilitĂ€r veröffentlichter Videoclip schien das getroffene Schiff zunĂ€chst mit Schlagseite zu zeigen, dann ging es unter.
Das US-MilitĂ€r hatte bereits am Samstag mitgeteilt, drei iranische Ăltanker angegriffen zu haben. Das Schiff "M/T Kylo" sei dabei an "mehreren entscheidenden Stellen" getroffen worden, um es unbrauchbar zu machen. Die Besatzung sei zuvor angewiesen worden, den Tanker zu verlassen, hieĂ es. Die Angaben des MilitĂ€rs lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.
Iran greift US-Kriegsschiffe an
Dem US-MilitĂ€r zufolge stellten die Angriffe Vergeltung fĂŒr "mehrere" Attacken der Iraner auf amerikanische Kriegsschiffe in der Region dar. Die Iranischen Revolutionsgarden feuerten demnach mit ballistischen Raketen auf einen US-FlugzeugtrĂ€ger und einen Zerstörer. Die Schiffe hĂ€tten ausweichen können, es habe keine Verletzten gegeben, teilte Centcom mit.
Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Revolutionsgarden ebenfalls von den Angriffen auf die US-Kriegsschiffe. Diese seien dadurch zur Flucht gezwungen worden, so die Lesart in Teheran. Das EinrĂ€umen der Angriffe durch Centcom zeige die Offensivkraft der Revolutionsgarden und das Scheitern der amerikanischen Aggressoren, berichtete etwa die Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Angaben zu den Folgen der Angriffe lieĂen sich zunĂ€chst ebenfalls nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.
US-Angriff auf Tanker vor strategisch wichtiger Insel Kharg
Einer der beiden anderen vom US-MilitĂ€r angegriffenen Tanker befand sich laut US-MilitĂ€r vor der fĂŒr den iranischen Ălexport bedeutenden Insel Kharg im Persischen Golf, das dritte Schiff demnach im Golf vom Oman. Die beiden Tanker seien durch den Beschuss dauerhaft unbrauchbar geworden, hieĂ es.
Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz fĂŒr iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden dort mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt. Diese stellen fĂŒr die Regierung in Teheran im Normalfall die wichtigste Einnahmequelle dar. Aktuell kann der Iran wegen einer US-Seeblockade kaum Ăl exportieren. Der Iran wiederum blockiert mit Angriffen und Drohungen weitestgehend den Transit von Schiffen durch die StraĂe von Hormus. Die Meerenge ist von groĂer Bedeutung fĂŒr den Export von Ăl, FlĂŒssiggas und DĂŒnger aus den Staaten des Persischen Golfs.
Nach den Angriffen vom Samstag hatte Centcom-Kommandeur Brad Cooper die Revolutionsgarden mit deutlichen Worten gewarnt: "Wenn ihr auf zwei unserer Schiffe schieĂt, werden wir euch noch höhere wirtschaftliche Kosten auferlegen - indem wir drei eurer Schiffe ausschalten." Die US-StreitkrĂ€fte seien bereit, die zahlenmĂ€Ăig begrenzte und ungeschĂŒtzte Ălflotte des Irans zu zerstören.
US-Finanzminister: Blockade iranischer Ălexporte funktioniert
Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump setzt mehr als sechs Monate nach Kriegsbeginn zunehmend auf wirtschaftlichen Druck, um den Iran ZugestĂ€ndnisse abzuringen. Finanzminister Scott Bessent sagte dem US-Sender Fox News, die Blockade iranischer HĂ€fen funktioniere wie geplant. Der Iran könne aktuell kein Ăl mehr exportieren. "Wir werden das Regime ersticken", sagte er mit Blick auf die Regierung der Islamischen Republik.
