ROUNDUPWegen, Digitalsteuer-PlÀnen

Trump droht EuropÀern mit Zöllen

26.06.2026 - 19:20:03 | dpa.de

US-PrĂ€sident Donald Trump droht europĂ€ischen LĂ€ndern mit neuen Zöllen in Höhe von 100 Prozent, sollten sie Digitalsteuern beschließen.

Die Zölle wĂŒrden an die Stelle vereinbarter Zollabkommen treten, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Das gelte unabhĂ€ngig davon, ob die Abkommen bereits umgesetzt oder unterschrieben seien.

Die neuen Zölle wĂŒrden auf sĂ€mtliche Waren erhoben, die in die USA exportiert werden, schrieb Trump weiter. Sein Vorgehen begrĂŒndete er damit, dass einige LĂ€nder kurz davor seien, Digitalabgaben zu beschließen, die amerikanische Konzerne treffen wĂŒrden.

PlÀne auch in Deutschland

Auch in Deutschland gab es in der Vergangenheit immer wieder PlĂ€ne fĂŒr eine Digitalabgabe großer Internetkonzerne. So warb der parteilose Medienstaatsminister Wolfram Weimer schon seit lĂ€ngerem fĂŒr eine Abgabe, damit Google US02079K1079 und andere Konzerne einen Anteil ihrer Erlöse abgeben, um das deutsche Mediensystem zu stĂŒtzen. Er setzte auf eine zweckgebundene Plattformabgabe fĂŒr Medien.

Es gab dazu demnach aber innerhalb der schwarz-roten Koalition unterschiedliche Positionen. So setzten Sozialdemokraten vor einiger Zeit auf eine klassische Digitalsteuer.

Die Digitalabgabe wĂŒrde große Internetkonzerne wie Google und Meta US30303M1027 treffen. Vorbild ist Österreich. Dort sind große Online-Plattformen seit 2020 verpflichtet, fĂŒnf Prozent der EinkĂŒnfte aus der Werbevermarktung abzufĂŒhren.

Wegen der Besteuerung von US-Konzernen hatte Trump bereits eine Ă€hnliche Zolldrohung gegen Großbritannien geĂ€ußert, diese aber bis heute nicht wahr gemacht.

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