ROUNDUP, Trumps

Das fiel bei Trumps Iran-Rede an die Nation auf

02.04.2026 - 05:54:59 | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump hat den Amerikanern ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt.

Die USA seien auf dem Weg, alle militĂ€rischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte Trump in einer Rede an die Nation. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben: "Wir werden sie in den nĂ€chsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurĂŒck in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören."

In der Zwischenzeit liefen GesprĂ€che weiter, sagte Trump. Falls es nicht zu einer Einigung mit Teheran kommen sollte, wĂŒrden die USA iranische Kraftwerke hart angreifen. Damit bekrĂ€ftigte er eine bereits zuvor geĂ€ußerte Drohung. In seiner abendlichen Ansprache zur besten Sendezeit fĂŒhrte Trump im Weißen Haus nochmals seine GrĂŒnde fĂŒr den Krieg gegen den Iran aus. Trump verbreitete auch Zuversicht und lobte die Erfolge des US-MilitĂ€rs wie gewohnt ĂŒberschwĂ€nglich - sagte in den fast 20 Minuten seiner Ansprache aber kaum Neues.

Trump rief LĂ€nder, die von aktuellen Öl-EngpĂ€ssen betroffen sind, auf, Energie aus den USA zu beziehen. "Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel", sagte Trump in Washington mit Blick auf LĂ€nder, die momentan von dem weitgehend blockierten Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus betroffen sind. Hier einige AuffĂ€lligkeiten seiner Rede:

Nato kommt gar nicht vor

Trump ließ zuletzt kaum keinen Tag vergehen, an dem er nicht Nato-VerbĂŒndete dafĂŒr rĂŒgte, dass sie seinem DrĂ€ngen, den USA bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen, nicht nachkamen. Sogar einen Nato-Austritt zieht der US-PrĂ€sident deswegen offenbar in ErwĂ€gung. Er nannte Nato-LĂ€nder "Feiglinge" und drohte, dass er sich das merken werde. Doch in seiner Rede, die Millionen US-Amerikaner verfolgten, erwĂ€hnte er die Nato kein einziges Mal.

Straße von Hormus - wieder sanftere Töne

Trump ist auf einem Schlingerkurs unterwegs, was das Problem der blockierten Straße von Hormus angeht. Noch am Dienstag hatte der PrĂ€sident betont, dass man die Öffnung der vom Iran blockierten Meerenge anderen LĂ€ndern ĂŒberlassen wolle. Die USA hĂ€tten mit dem Problem - eine Folge des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran - "nichts zu tun". In seiner Rede an die Nation klang es nun wieder etwas milder. Zwar sieht er die Hauptverantwortung fĂŒr die Sicherheit in der Meerenge bei den LĂ€ndern, die von den Öltransporten abhĂ€ngen. Allerdings ergĂ€nzte Trump nun, dass die USA bei der Sicherung der Meerenge helfen wĂŒrden.

Beruhigungspille fĂŒr die Amerikaner - und die MĂ€rkte?

Trump zeichnete in seiner Rede das Bild eines bald zu Ende gehenden US-Einsatzes - und knĂŒpfte damit an seine Aussage vom Dienstag an, wonach er mit einem Ende der Angriffe im Iran in wenigen Wochen rechnet.

WĂ€hrend der Krieg fĂŒr die meisten Amerikaner weit weg ist, spĂŒren doch alle die in dessen Folge rapide gestiegenen Benzinpreise. Trump betonte, der Krieg gegen den Iran sei nötig gewesen, die gestiegenen Preise wĂŒrden nach dem Ende der Kampfhandlungen wieder fallen. Er verwies auch darauf, dass die USA so gut wie kein Öl aus den Staaten des Persischen Golfs bezögen, das durch die Straße von Hormus verschifft werden mĂŒsste.

Doch steigende Weltmarktpreise treffen alle. Benzin kostete in den USA am Mittwoch knapp ĂŒber vier Dollar pro Gallone (3,785 Liter). Vor einem Monat hatte der Preis nach Angaben des amerikanischen Automobilverbands AAA noch bei knapp unter 3 Dollar gelegen. Die gestiegenen Preise setzen Trump und seine Republikaner vor allem angesichts der im November anstehenden wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress unter Druck.

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