Trump, Maduro

Trump fordert von Maduro RĂŒckgabe von Öl und Land

17.12.2025 - 06:24:35

US-PrĂ€sident Donald Trump hat die große US-MilitĂ€rprĂ€senz vor der venezolanischen KĂŒste mit den Ölvorkommen des sĂŒdamerikanischen Landes in Verbindung gebracht.

Der Republikaner schrieb in einem Post auf der Plattform Truth Social, Venezuela habe den USA "Öl, Land und andere Vermögenswerte" gestohlen und forderte die "SOFORTIGE" RĂŒckgabe. Anfang der 2000er Jahre hatte Venezuela Ölfelder verstaatlicht, betroffen waren auslĂ€ndische und auch US-Firmen. Es folgte ein Streit ĂŒber EntschĂ€digungen.

Trump verschĂ€rfte den Ton gegen Venezuela weiter. Er bezeichnete die Regierung des autoritĂ€r regierenden NicolĂĄs Maduro als Terror-Organisation und verhĂ€ngte eine Blockade gegen sanktionierte Öltanker, die in Venezuela ein- oder auslaufen.

Der US-PrĂ€sident drohte mit der MilitĂ€rprĂ€senz in der Karibik, die schon seit lĂ€ngerem aufgestockt wurde. Das sĂŒdamerikanische Land sei von der grĂ¶ĂŸten Flotte umgeben, die jemals in der Geschichte SĂŒdamerikas zusammengestellt worden sei. Diese werde weiter anwachsen - bis zu dem Zeitpunkt der RĂŒckgabe, schrieb Trump.

Maduros Regierung "TERRORISTISCHE ORGANISATION"

Trump bezeichnete das Regime in Venezuela unter anderem wegen des angeblichen Diebstahls von US-Vermögenswerten als "AUSLÄNDISCHE TERRORISTISCHE ORGANISATION". Der US-PrĂ€sident warf der Regierung Maduros vor, mit Öl aus "diesen gestohlenen Ölfeldern", sich zu finanzieren und warf dem Land auch Drogen-"Terrorismus", Menschenhandel, Mord und EntfĂŒhrungen vor.

Trump verfĂŒgt Blockade sanktionierter Öltanker

Trump verfĂŒgte eine "TOTALE UND VOLLSTÄNDIGE BLOCKADE ALLER SANKTIONIERTEN ÖLTANKER", die nach Venezuela ein- oder aus dem Land auslaufen. Bereits vor Tagen hatten die USA einen Öltanker vor der KĂŒste Venezuelas beschlagnahmt.

Maduro wirft den USA vor, es bei der Eskalation des Konflikts vor allem auf Öl abgesehen zu haben und einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Trump sagte unlĂ€ngst, Maduros Tage als PrĂ€sident seien gezĂ€hlt.

Die USA hatten zuletzt KrĂ€fte in der Karibik zusammengezogen. Ein FlugzeugtrĂ€ger, das grĂ¶ĂŸte Kriegsschiff der Welt, verlegten die USA in die Region. Es gab zahlreiche tödliche Angriffe des MilitĂ€rs auf Boote mit Menschen, die Drogen geschmuggelt haben sollen. Kritiker werten das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht, Trumps Regierung spricht hingegen von einem legitimen Kampf gegen "Drogenterroristen".

Die USA haben ein großes Drogenproblem. Trump macht andere LĂ€nder dafĂŒr verantwortlich. Trump hatte zuletzt immer wieder baldige BodeneinsĂ€tze in der Region angekĂŒndigt. Vor einiger Zeit bestĂ€tigte der US-PrĂ€sident bereits öffentlich, dass er auch verdeckte EinsĂ€tze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe.

@ dpa.de