EinschlÀfern, Trump

'EinschlÀfern': Trump attackiert Moderator Colbert

26.12.2025 - 15:37:03

US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Weihnachtstage fĂŒr neue Angriffe gegen Late-Night-Shows im amerikanischen Fernsehen genutzt.

AnlĂ€sslich der Wiederholung einer Sendung vom 8. Dezember zog an Heiligabend der Moderator Stephen Colbert den Zorn des PrĂ€sidenten auf sich. Der Sender CBS, der die Show ausstrahlte, solle Colbert "einschlĂ€fern", schrieb der PrĂ€sident auf seiner Plattform Truth Social und setzte die Formulierung selbst in AnfĂŒhrungszeichen ("put him to sleep"). "Das ist das Humanste, was man tun kann."

"Stephen Colbert ist ein erbĂ€rmlicher Versager, der weder Talent noch irgendetwas anderes hat", schrieb Trump weiter. Seitdem der Sender die Absetzung von Colberts Sendung bekanntgegeben habe, sei der Moderator noch schlechter geworden. CBS hatte im Juli angekĂŒndigt, dass "The Late Show with Stephen Colbert" im Mai 2026 enden werde. Der Sender gab dafĂŒr finanzielle GrĂŒnde an. Da Colbert als Kritiker von Donald Trump gilt, vermuteten viele Branchenkenner aber, dass CBS aus RĂŒcksicht auf den US-PrĂ€sidenten gehandelt habe.

Late-Night-Shows setzen Trump Spott entgegen

Die in den USA beliebten Late-Night-Shows gelten seit der Wahl Trumps zum PrĂ€sidenten als mĂ€chtiges Format, um dem Rechtspopulismus des PrĂ€sidenten zu begegnen. WĂ€hrend traditionelle Medienformate an ihre Grenzen stoßen, wenn Trump die RealitĂ€t verzerrt oder Unwahrheiten verbreitet, setzen die Late-Night-Moderatoren ihm bissigen Spott entgegen, der Trump vor dem Publikum der LĂ€cherlichkeit preisgibt.

Trump hat bereits mehrere Klagen gegen US-Sender angestrengt. Seine Angriffe beschrĂ€nken sich aber nicht nur auf Late-Night-Shows. RegelmĂ€ĂŸig bezeichnet er etablierte Medien als "Feinde des Volkes", wirft Reportern LĂŒgen vor und droht damit, unliebsamen Sendern die Lizenz zu entziehen. Zugleich gab Trump seit seinem Amtsantritt zahlreichen rechten Medien, Influencern, Bloggern und Podcastern Zugang zum Weißen Haus. Das Weiße Haus bezeichnet diese als "neue Medien".

@ dpa.de