Trump bekrÀftigt Absicht zu GesprÀch mit Taiwans PrÀsident
21.05.2026 - 10:16:54 | dpa.deAuf die Frage, ob er vorhabe, ihn anzurufen, bevor er seine Entscheidung ĂŒber mögliche weitere US-WaffenverkĂ€ufe an Taiwan treffe, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten: "Ich werde mit ihm sprechen. Ich spreche mit jedem." Die USA hĂ€tten die Lage "sehr gut im Griff", so Trump weiter. Es habe vergangene Woche ein groĂartiges Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping gegeben. "Wir werden daran arbeiten, an dem Taiwan-Problem."
Ein mögliches direktes GesprĂ€ch dĂŒrfte in Peking scharfe Kritik auslösen. Trump wĂŒrde damit von einer jahrzehntealten Praxis abweichen. Die USA nahmen 1979 diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf und beendeten damit ihre offiziellen diplomatischen Beziehungen zur Regierung in Taipeh. Seitdem gab es - soweit öffentlich bekannt - kein Telefonat eines amtierenden US-PrĂ€sidenten mit seinem Amtskollegen in Taiwan. Peking erhebt Anspruch auf den seit Jahrzehnten demokratisch regierten Inselstaat.
Inoffizielle Beziehungen zu Taiwan unterhielten die USA jedoch weiterhin und unterstĂŒtzten die Insel bei ihrer VerteidigungsfĂ€higkeit - vor allem durch Waffenlieferungen. Derzeit sorgt ein mögliches neues US-Waffenpaket fĂŒr Taiwan im Umfang von bis zu 14 Milliarden US-Dollar (etwa 12 Milliarden Euro) fĂŒr Spannungen.
Aussagen verÀrgern Peking
Chinas AuĂenamtssprecher Guo Jiakun verurteilte Trumps ĂuĂerungen erwartungsgemÀà scharf. Peking lehne offizielle Kontakte zwischen den USA und Taiwan sowie US-WaffenverkĂ€ufe an die Insel entschieden ab, sagte Guo am Donnerstag. Taiwans Verteidigungsminister Wellington Koo zeigte sich dagegen mit Blick auf mögliche Waffenbeschaffungen "vorsichtig optimistisch". Washington habe wiederholt betont, dass seine Taiwan-Politik unverĂ€ndert bleibe.
Xi hatte bei Trumps Besuch in Peking vergangene Woche betont, dass der Umgang mit Taiwan entscheidend fĂŒr die StabilitĂ€t der bilateralen Beziehungen der GroĂmĂ€chte sei. Trump hatte dann auf dem RĂŒckflug aus Peking gesagt, dass er mit Lai sprechen wolle. ZunĂ€chst war unklar geblieben, ob es sich dabei um eine spontane Bemerkung handelte.
Lai hatte nach Trumps ĂuĂerungen gesagt, er wĂŒrde in einem solchen GesprĂ€ch deutlich machen, dass Frieden und StabilitĂ€t in der TaiwanstraĂe zentral fĂŒr Sicherheit und Wohlstand in der Region seien. Zugleich warf Lai China vor, mit anhaltenden MilitĂ€rĂŒbungen die Spannungen zu verschĂ€rfen. China sei die wichtigste Quelle der InstabilitĂ€t in der Region.
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