Trump will eine Milliarde Dollar von Elite-Uni Harvard
03.02.2026 - 07:39:44Seine Regierung verlange eine Milliarde US-Dollar (846 Millionen Euro) Schadenersatz von der Hochschule und wolle kĂŒnftig keinerlei Beziehungen mehr zu ihr unterhalten, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Trump warf Harvard schweres Fehlverhalten und antisemitisches Verhalten vor. Die Angelegenheit sei aus seiner Sicht eine strafrechtliche und keine zivilrechtliche Frage. Konkrete Belege fĂŒr strafbare Handlungen nannte er nicht. Zugleich griff er den UniversitĂ€tsprĂ€sidenten Alan Garber persönlich an und machte ihn fĂŒr den Umgang mit dem Konflikt verantwortlich.
Streit um Einfluss auf UniversitÀten
Der Konflikt ist Teil einer gröĂeren Auseinandersetzung zwischen der Trump-Regierung und mehreren SpitzenuniversitĂ€ten. Das WeiĂe Haus wirft Teilen der Hochschullandschaft eine linksliberale Ausrichtung sowie unzureichende MaĂnahmen gegen Antisemitismus vor und versucht zugleich, ĂŒber Fördermittel politischen Einfluss auszuĂŒben.
Harvard war dabei besonders unter Druck geraten. Der UniversitĂ€t waren zeitweise staatliche Forschungsgelder entzogen worden, ein Bundesgericht erklĂ€rte dies jedoch fĂŒr rechtswidrig und ordnete die Freigabe der Mittel an. Die GesprĂ€che zwischen Regierung und UniversitĂ€t dauern an.
Trump kĂŒndigt rechtliche Schritte gegen New York Times" an
Anlass der neuen Eskalation ist ein Bericht der "New York Times" ĂŒber den Streit zwischen Regierung und UniversitĂ€t, den Trump als "völlig falsch" bezeichnete. Demnach hat die Regierung in laufenden GesprĂ€chen ihre ursprĂŒngliche Forderung nach einer Zahlung von 200 Millionen US-Dollar (knapp 170 Millionen Euro) fallen gelassen. Ziel der Verhandlungen sei weiterhin, Ănderungen an der Hochschulpolitik durchzusetzen, hieĂ es unter Berufung auf mit den GesprĂ€chen vertraute Personen.
Trump erklĂ€rte dagegen, ursprĂŒnglich sei es um deutlich höhere Summen gegangen, und sprach von mehr als 500 Millionen Dollar. Zugleich kĂŒndigte er rechtliche Schritte gegen die "New York Times" an. "Wir werden bald sehen, wie ich in meiner Klage gegen diese BetrĂŒger abschneide", schrieb er.
Harvard Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht zu Trumps jĂŒngsten VorwĂŒrfen. Im April 2025 hatte die UniversitĂ€t ĂŒber AnwĂ€lte entsprechende Anschuldigungen zurĂŒckgewiesen.

