Trump will nach Zollurteil Alternativen nutzen
20.02.2026 - 20:12:29 | dpa.deEr werde Alternativen nutzen, mit denen er mehr Geld einnehmen werde, sagte Trump in Washington. So werde er heute noch eine Anordnung unterschreiben, um unter Berufung auf eine andere gesetzliche Grundlage einen weltweiten zusÀtzlichen Zoll von zehn Prozent auf Importe in die USA zu verhÀngen.
Nach eigenen Angaben will er sich dafĂŒr auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 stĂŒtzen. Dieses erlaubt es, Zölle auf Importe fĂŒr bis zu 150 Tage lang zu erheben. FĂŒr einen lĂ€ngeren Zeitraum brĂ€uchte Trump auf diesem Weg allerdings die Zustimmung des US-Parlaments. Er habe das Recht Zölle zu erheben, betonte Trump. Er gab allerdings auch zu, dass dies ĂŒber die anderen gesetzlichen Wege nun komplizierter geworden sei.
Trump kĂŒndigt weitere Schritte an
Der US-PrĂ€sident kĂŒndigte darĂŒber hinaus an, unter Berufung auf weitere rechtliche Grundlagen Handelsuntersuchungen einzuleiten. Sollten dabei etwaige unfaire Handelspraktiken festgestellt werden, könnte das als Rechtfertigung fĂŒr weitere Zölle herangezogen werden. Er sei ĂŒberzeugt, dass man letztendlich mehr Geld einnehmen werde, als vorher, so Trump.
Zuvor herbe Niederlage vor dem Obersten Gericht
Zuvor hatte das Oberste Gericht der USA entschieden, dass Trump seine Befugnisse ĂŒberschritt, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner zu verhĂ€ngen - darunter auch die EuropĂ€ische Union. Mit dem Urteil fehlt weitreichenden Zöllen Trumps eine rechtliche Grundlage.
Trumps Team hatte bereits vor der Entscheidung klargemacht, dass sie sich im Fall einer Niederlage auf andere rechtliche Grundlagen stĂŒtzen wollen, um an Trumps Zollpolitik festzuhalten. Der US-PrĂ€sident hatte vor Wochen allerdings auch klargemacht, dass er seinen bisherigen Ansatz bevorzugt. Dieser sei "weitaus DIREKTER, WENIGER UMSTĂNDLICH und VIEL SCHNELLER", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
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