Trump, Musk-Vertrauten

Trump will Musk-Vertrauten Isaacman nun doch als Nasa-Chef

05.11.2025 - 08:27:32

US-PrÀsident Donald Trump will nun doch Jared Isaacman, einen Vertrauten von Tech-MilliardÀr Elon Musk, zum Chef der US-Weltraumbehörde Nasa machen.

Er habe den 42-JĂ€hrigen fĂŒr den Posten nominiert, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Wann genau Isaacman offiziell bestĂ€tigt werden soll und den derzeitigen Interimschef, Verkehrsminister Sean Duffy, ablösen wird, blieb offen.

Bereits im Dezember 2024 hatte Trump den MilliardĂ€r und Weltraum-Touristen Isaacman als Nasa-Chef vorgeschlagen. Im Streit mit Musk hatte Trump die Nominierung dann aber Ende Mai wieder zurĂŒckgezogen - kurz bevor der US-Senat darĂŒber abstimmen sollte, wie die "New York Times" schreibt. Stattdessen leitet Duffy nun seit Juli ĂŒbergangsweise die Nasa.

Was genau Trump zu der neuen Kehrtwende bewog, ist nicht bekannt. Zuletzt soll sich das VerhĂ€ltnis zwischen ihm und Musk etwas entspannt haben. Im September sprachen Trump und Musk bei der Trauerfeier fĂŒr den getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk miteinander. Seitdem habe er ab und an ein wenig Kontakt zu Musk gehabt, "nichts Großes", sagte Trump Ende Oktober vor Journalisten wĂ€hrend seiner Asien-Reise.

"Jareds Leidenschaft fĂŒr die Raumfahrt und sein Engagement, die Grenzen der Erforschung zu erweitern, die Geheimnisse des Universums zu entschlĂŒsseln und die neue Weltraumwirtschaft voranzutreiben, machen ihn zu einem idealen Kandidaten, die Nasa in eine kĂŒhne neue Ära zu fĂŒhren", schrieb Trump in seinem Post zur Nominierung Isaacmans weiter. Isaacman seinerseits bedankte sich in einem Post auf der Plattform X und schrieb: "Es wird mir eine Ehre sein, meinem Land unter Ihrer FĂŒhrung zu dienen. Mein Dank gilt auch @SecDuffy, der die Nasa neben seinen vielen anderen Aufgaben so kompetent leitet."

Erbitterter Schlagabtausch zwischen Trump und Musk im FrĂŒhjahr

Musk hatte im vergangenen Jahr mehr als 250 Millionen Dollar fĂŒr Trumps Wahlkampf gespendet. In den ersten Monaten von Trumps Amtszeit wurde er zu einem engen Vertrauten des PrĂ€sidenten, leitete einen rigiden Sparkurs fĂŒr die Verwaltung und war auch immer wieder im Weißen Haus zu sehen.

Im FrĂŒhsommer kam es dann zum ZerwĂŒrfnis nach einem zum Teil öffentlich ausgetragenen Streit um ein von Trump vorangetriebenes Haushaltsgesetz. Musk behauptete unter anderem, dass Trump es ohne seine UnterstĂŒtzung nicht ins Weiße Haus geschafft hĂ€tte, und brachte den PrĂ€sidenten mit dem verurteilten SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein in Verbindung. SpĂ€ter schrieb Musk, er sei bei einigen seiner Äußerungen zu weit gegangen.

@ dpa.de