ROUNDUPTrump, Zölle

Doch keine Zölle gegen EuropÀer ab 1. Februar

21.01.2026 - 21:04:53

US-PrÀsident Donald Trump will seine Drohung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europÀische LÀnder zum 1.

Februar doch nicht wahr machen. Zur BegrĂŒndung verwies Trump in seinem Post auf der Plattform Truth Social darauf, dass basierend auf einem Treffen mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte ein Rahmen fĂŒr eine zukĂŒnftige Vereinbarung ĂŒber Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei. Was genau in dieser angeblichen Vereinbarung stehen soll, blieb unklar.

Diese Lösung werde, wenn sie umgesetzt werde, fĂŒr die USA und alle Nato-Mitglieder von großem Nutzen sein, betonte Trump. "Auf der Grundlage dieser Übereinkunft werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhĂ€ngen."

Trump will einen Verkauf Grönlands von DÀnemark an die USA erzwingen. DÀnemark stemmt sich dagegen.

Trump kĂŒndigte an, dass weitere GesprĂ€che zum "Golden Dome" liefen. Er hatte bereits mehrfach betont, dass Grönland elementar sei fĂŒr den Aufbau der geplanten Raketenabwehr. US-VizeprĂ€sident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, der Sondergesandte Steve Witkoff und andere wĂŒrden die Verhandlungen fĂŒr die USA fĂŒhren. Wobei es bei den Verhandlungen im Detail geht, ließ Trump offen.

Am Samstag hatte der US-PrĂ€sident in einem beispiellosen Schritt unter Verweis auf den Grönland-Konflikt Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europĂ€ische Staaten angedroht - alle von ihnen Nato-LĂ€nder, die Widerstand gegen Trumps BesitzansprĂŒche auf die Arktisinsel geĂ€ußert haben.

Trump wollte ursprĂŒnglich ab 1. Februar Zölle in Höhe von 10 Prozent verhĂ€ngen, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent - auf alle Waren, die in die USA gesendet werden. Aktuell gilt seit Sommer fĂŒr die meisten EU-Exporte nach Amerika ein Zollsatz von 15 Prozent.

FĂŒr Donnerstag ist ein EU-Sondergipfel geplant, bei dem es um den Umgang mit Trumps Zolldrohung gehen soll. Dieser soll weiterhin stattfinden, sagte eine Sprecherin von RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa.

@ dpa.de