Trump kĂŒndigt Zölle gegen Deutschland an
Veröffentlicht am: 17.01.2026 um 18:35 Uhr | dpa.deDie gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen ĂŒber den vollstĂ€ndigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Ab dem 1. Februar sollen Strafzölle in Höhe von 10 Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent - auf alle Waren, die in die USA gesendet werden.
Der US-PrĂ€sident wiederholte seine EinschĂ€tzung, dass die USA Grönland zur Sicherheit der Arktis besitzen mĂŒssen. Er sagt, dass sonst Russland oder China die Insel ĂŒbernehmen wĂŒrden. Die Vereinigten Staaten seien ab sofort offen fĂŒr Verhandlungen mit DĂ€nemark und weiteren Nationen. Die Entsendung von Soldatinnen und Soldaten aus mehreren Nato-Staaten, darunter Deutschland, kritisierte Trump heftig.
"DĂ€nemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, GroĂbritannien, die Niederlande und Finnland sind nach Grönland gereist, fĂŒr unbekannte Zwecke", schrieb Trump. Dies sei eine "sehr gefĂ€hrliche Situation" fĂŒr die Sicherheit, den Schutz und das Ăberleben des Planeten. Die Zölle wĂŒrden fĂŒr alle genannten LĂ€nder gelten.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin sollen die deutschen Soldatinnen und Soldaten auf Grönland Bedingungen fĂŒr gemeinsame MilitĂ€rĂŒbungen prĂŒfen. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, sagte ein Sprecher. Das deutsche Team - 15 MĂ€nner und Frauen - besteht demnach aus Logistikern und Experten unterschiedlicher Bereiche. Es war am Freitag auf Grönland eingetroffen.
Am Samstag hatten in DĂ€nemark und auf Grönland Tausende Menschen gegen die AnnexionsplĂ€ne des US-PrĂ€sidenten demonstriert. In Kopenhagen kĂŒndigten US-Parlamentarier an, das GesprĂ€ch mit US-AuĂenminister Marco Rubio suchen zu wollen.
