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US-Sender: US-Ministerium prĂŒft möglichen Insiderhandel im Iran-Krieg

Veröffentlicht: 08.05.2026 um 05:11 Uhr, dpa.de

Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von verdĂ€chtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor AnkĂŒndigungen von PrĂ€sident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getĂ€tigt wurden.

Dabei gehe es um mindestens vier GeschĂ€fte, bei denen HĂ€ndler wĂ€hrend des Iran-Kriegs mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd Euro) auf fallende Ölpreise gesetzt hĂ€tten, berichteten die US-Sender ABC News und NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Wetten seien jeweils kurz vor neuen AnkĂŒndigungen Trumps oder iranischer Regierungsvertreter platziert worden, hieß es. Auch die fĂŒr RohstoffgeschĂ€fte zustĂ€ndige Bundesbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert.

Vier Transaktionen im Milliardenwert

Laut ABC News hatten HĂ€ndler im MĂ€rz mehr als 500 Millionen Dollar auf fallende Ölpreise gewettet, kurz bevor der US-PrĂ€sident die Verschiebung von angedrohten Angriffen auf das iranische Stromnetz bekanntgab. Im April gab es drei weitere Transaktionen, die nun untersucht wĂŒrden:

* Am 7. April setzten HĂ€ndler demnach 960 Millionen Dollar auf fallende Ölpreise, kurz bevor Trump eine vorĂŒbergehende Waffenruhe verkĂŒndete.

* Am 17. April wetteten Spekulanten 760 Millionen Dollar auf sinkende Ölpreise, 20 Minuten bevor der iranische Außenminister Abbas Araghtschi die Öffnung der Straße von Hormus bekanntgab.

* Am 21. April platzierten Unbekannte 430 Millionen Dollar auf nachgebende Ölpreise, 15 Minuten vor Trumps AnkĂŒndigung einer verlĂ€ngerten Waffenruhe.

Eine Quelle betonte gegenĂŒber NBC News, dass sich die Ermittlungen noch in einem frĂŒhen Stadium befĂ€nden und es bislang keine Beweise fĂŒr strafbares Fehlverhalten gebe. Neben den aktuellen Untersuchungen wollen die Ermittler in einem separaten Verfahren auch verdĂ€chtige AktivitĂ€ten auf Spekulationsplattformen prĂŒfen, die ebenfalls mit dem Iran-Krieg zusammenhĂ€ngen.

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