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USA Rare Earth Aktie: 23 Prozent Minus in einer Woche

19.05.2026 - 16:54:44 | boerse-global.de

Trotz besserer Quartalszahlen als erwartet verliert die Aktie von USA Rare Earth an Wert. Grund sind Signale einer Entspannung im globalen Seltene-Erden-Markt.

USA Rare Earth Aktie: 23 Prozent Minus in einer Woche - Foto: über boerse-global.de
USA Rare Earth Aktie: 23 Prozent Minus in einer Woche - Foto: über boerse-global.de

USA Rare Earth liefert operativ Fortschritte, wird an der Börse aber derzeit für etwas anderes bestraft: die Mischung aus starkem Kursanstieg, soliden Quartalszahlen und einem sich drehenden globalen Umfeld. Nach dem letzten Handelsverlauf notiert die Aktie bei 19,58 US-Dollar, knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Sicht von sieben Tagen hat sie gut 23 Prozent verloren.

Gewinnschlag reicht nicht aus

Im ersten Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 67 Millionen US-Dollar. Bereinigt lag der Fehlbetrag bei 24,1 Millionen Dollar oder 12 Cent je Aktie. Damit schnitt USA Rare Earth besser ab als von Analysten erwartet, die mit einem Verlust von 14 Cent je Aktie gerechnet hatten.

Der Umsatz kam auf rund 5,7 Millionen Dollar. Er stammt vor allem aus der Metalltochter Less Common Metals. Für ein Unternehmen, das gerade erst aus der Entwicklungsphase in die Produktion übergeht, bleibt das zwar überschaubar. Für die Börse zählt aber im Moment vor allem, dass der operative Übergang sichtbar wird.

Parallel dazu ist die Bilanz gut gefüllt. USA Rare Earth verfügte über etwa 1,75 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Möglich wurde das auch durch eine erfolgreich platzierte PIPE-Finanzierung über 1,5 Milliarden Dollar. Das Management will damit die internationale Expansion und den Aufbau der heimischen Lieferkette finanzieren.

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Großprojekte treiben die Fantasie

Ein zentraler Baustein der Strategie ist die geplante Übernahme der Serra-Verde-Gruppe für rund 2,8 Milliarden Dollar. Dazu gehört die Pela-Ema-Mine in Brasilien. Der Abschluss wird im dritten Quartal erwartet. Bis Ende 2027 soll das kombinierte Unternehmen eine annualisierte EBITDA-Laufzeit von 550 bis 650 Millionen Dollar erreichen.

Hinzu kommt ein weiteres wichtiges Vorhaben: Mit dem US-Handelsministerium arbeitet das Unternehmen an einer endgültigen Vereinbarung über ein Förderpaket von 1,6 Milliarden Dollar im Rahmen des CHIPS Act. Darin enthalten sind ein Zuschuss über 277 Millionen Dollar und ein besichertes Darlehen über 1,3 Milliarden Dollar. Das Geld soll den Ausbau des Projekts Round Top in Texas und die Magnetproduktion beschleunigen.

Handelspolitik wird zum Störfaktor

Der Druck auf die Aktie kommt nicht nur aus der Unternehmensstory. Die jüngsten Signale aus dem Verhältnis zwischen den USA und China verändern die Rechnung für westliche Rare-Earth-Anbieter. China hat nach Angaben des Weißen Hauses zugesagt, Bedenken rund um Lieferengpässe sowie Beschränkungen bei Produktion und Verarbeitungsanlagen für Seltene Erden anzugehen.

Für USA Rare Earth ist das ambivalent. Das Unternehmen lebt von der Idee robuster, westlich geprägter Lieferketten. Wenn sich der globale Markt etwas entspannt, steigt der Druck, bei Kosten und Tempo mitzuhalten. Genau an diesem Punkt dürfte die Bewertung derzeit ansetzen.

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Operativer Test im zweiten Halbjahr

In Stillwater, Oklahoma, hat das Unternehmen Phase 1a seiner Magnetfertigung in Betrieb genommen. Im zweiten Quartal sollen die ersten Bestellungen für gesinterte NdFeB-Magnete ausgeliefert werden. Die Umsätze dürften sich danach vor allem in der zweiten Jahreshälfte aufbauen.

Cantor Fitzgerald hat das Kursziel kürzlich auf 35 Dollar angehoben und verweist auf die erfolgreiche Umsetzung strategischer Meilensteine. Damit bleibt die Aktie hoch bewertet, aber auch hoch sensibel für Nachrichten zu Serra Verde und zur CHIPS-Förderung. Solange diese beiden Punkte nicht sauber durch sind, dürfte die Volatilität hoch bleiben.

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