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VAALCO Energy-Aktie (US91851C2017): Quartalszahlen, Dividende und Ausblick für Anleger

20.05.2026 - 05:27:29 | ad-hoc-news.de

VAALCO Energy hat jüngst Quartalszahlen vorgelegt, die Dividende bestätigt und seine Strategie im ölreichen Gabun und in Westafrika präzisiert. Was hinter den aktuellen Entwicklungen steckt und welche Kennzahlen Anleger besonders im Blick behalten.

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VAALCO Energy ist ein unabhängiger Öl- und Gasproduzent mit Fokus auf Westafrika und zählt zu den kleineren, aber spezialisierten Explorations- und Förderunternehmen an der Wall Street. Die Gesellschaft betreibt unter anderem das Etame-Feld vor der Küste Gabuns und ist damit stark vom Ölpreis sowie von der operativen Entwicklung in dieser Region abhängig.

In den vergangenen Wochen stand die VAALCO Energy-Aktie vor allem durch aktuelle Quartalszahlen und unternehmensseitige Updates zur Produktion sowie zur Dividendenausschüttung im Fokus. Am 9. Mai 2025 veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse zum ersten Quartal 2025, in denen unter anderem Produktionszahlen, Umsatz und Nettoergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum offengelegt wurden, wie aus einer Mitteilung auf der Investor-Relations-Seite hervorgeht, laut VAALCO Energy Stand 09.05.2025.

Stand: 20.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: VAALCO Energy
  • Sektor/Branche: Energie, Öl und Gas
  • Sitz/Land: Houston, USA
  • Kernmärkte: Offshore-Gabun, Westafrika, marginal auch Nordamerika
  • Wichtige Umsatztreiber: Ölproduktion im Etame-Lizenzgebiet, Realisierung des Brent-Ölpreises, Betriebseffizienz der Offshore-Anlagen
  • Heimatbörse/Handelsplatz: New York Stock Exchange (Ticker: EGY)
  • Handelswährung: US-Dollar

VAALCO Energy: Kerngeschäftsmodell

VAALCO Energy konzentriert sich im Kern auf die Exploration, Entwicklung und Produktion von Erdöl- und Erdgasvorkommen mit Schwerpunkt auf Offshore-Lagerstätten in Westafrika. Das wichtigste Asset ist das Etame-Mariner-Feld vor der Küste Gabuns, das dem Unternehmen bereits seit vielen Jahren Erlöse beschert und bei dem VAALCO sowohl Betreiber als auch Anteilseigner ist. Die Produktion wird über fest installierte Offshore-Plattformen sowie eine Floating-Production-Lösung organisiert.

Das Geschäftsmodell beruht im Wesentlichen darauf, bestehende Förderfelder effizient zu bewirtschaften und durch Entwicklungsbohrungen zusätzliche Reserven zu erschließen. VAALCO investiert regelmäßig in Bohrprogramme, um die Rückgewinnung aus bestehenden Reserven zu verbessern und neue Ressourcen nachzuweisen. Diese Investitionen schlagen sich in den Investitionsausgaben (Capex) nieder, die in den Quartalsberichten regelmäßig ausgewiesen werden, wie aus den veröffentlichten Finanzunterlagen hervorgeht, laut VAALCO Energy Stand 15.03.2025.

Die Erlösseite des Unternehmens hängt direkt am internationalen Ölpreis, typischerweise am Brent-Referenzpreis. VAALCO verkauft sein gefördertes Rohöl über Abnahmeverträge und Spotverkäufe an Raffinerien und Handelsunternehmen. Schwankungen des Ölpreises wirken sich daher unmittelbar auf Umsatz und Cashflow aus. Um diese Abhängigkeit zumindest teilweise zu managen, nutzt das Unternehmen gelegentlich Absicherungsinstrumente wie Termingeschäfte, deren Umfang und Konditionen in den Finanzberichten erläutert werden.

Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells ist die Kapitaldisziplin. VAALCO strebt danach, Investitionsprogramme überwiegend aus dem operativen Cashflow zu finanzieren und die Bilanz im Vergleich zu größeren Wettbewerbern eher schlank zu halten. In den Berichten wird immer wieder betont, dass ein positiver Free Cashflow nach Investitionen angestrebt wird, sofern die Ölpreise ein bestimmtes Niveau übersteigen. Diese Ausrichtung ist für Investoren wichtig, da sie den Spielraum für Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe oder Schuldentilgung beeinflusst.

Im Gegensatz zu global diversifizierten Ölkonzernen fokussiert VAALCO seine Aktivitäten auf wenige Kernfelder. Das bedeutet, dass einzelne Projekte und Bohrkampagnen einen höheren relativen Einfluss auf die Gesamtergebnisse haben. Erfolg oder Verzögerungen einzelner Bohrungen können sich spürbar auf die Produktionsbasis auswirken. Diese Konzentration birgt zwar Risiken, erlaubt dem Management jedoch auch, Ressourcen auf ausgewählte Projekte zu bündeln und Effizienzpotenziale gezielt zu heben.

VAALCO positioniert sich strategisch als Nischenanbieter im Segment der unabhängigen Exploration- und Production-Unternehmen. Das Unternehmen zielt auf Felder mittlerer Größe, die für Öl-Majors oft nicht im Fokus stehen, für kleinere Spezialisten aber eine attraktive Rendite bieten können. Die Wertschöpfung entsteht, wenn VAALCO seine technische Expertise beim Offshore-Betrieb einbringt, die Förderkosten kontrolliert und das Verhältnis von Investition zu geförderter Barrel-Menge optimiert.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von VAALCO Energy

Die wichtigsten Umsatztreiber von VAALCO Energy sind Produktionsvolumen, realisierte Ölpreise und operative Effizienz. Im Quartalsbericht zum ersten Quartal 2025, der am 9. Mai 2025 veröffentlicht wurde, wies das Unternehmen eine durchschnittliche Tagesproduktion im fünfstelligen Barrel-Bereich aus, wobei im Vergleich zum Vorjahresquartal eine Veränderung zu beobachten war, wie aus den Zahlen auf der Webseite des Unternehmens hervorgeht, laut VAALCO Energy Stand 09.05.2025. Höhere Produktionsmengen führen bei gleichbleibenden Preisen zu steigenden Erlösen.

Der zweite zentrale Treiber ist der Brent-Ölpreis. Steigende Preise verbessern im Normalfall die Margen, da ein Großteil der operativen Kosten fix oder nur langsam anpassbar ist. Fällt der Ölpreis, kann VAALCO zwar mit Kostensenkungen gegensteuern, die Ergebnisdynamik bleibt aber stark vom Marktumfeld abhängig. Für Anleger ist daher nicht nur der operative Bericht des Unternehmens, sondern auch die Entwicklung des globalen Ölmarkts von Bedeutung.

Auf der Kostenseite sind die sogenannten Lift­ing-Kosten je gefördertem Barrel ein entscheidender Faktor. Gelingt es, die Betriebskosten pro Barrel zu senken, etwa durch effizientere Nutzung von Förderanlagen oder durch verbesserte Wartungsprozesse, steigt der operative Hebel. In den regelmäßig veröffentlichten Präsentationen für Investoren weist VAALCO Kennzahlen wie Cash Operating Costs pro Barrel aus, um die Kostendynamik transparent zu machen.

Ein weiterer Umsatztreiber sind Entwicklungsprojekte zur Erschließung weiterer Reserven im bestehenden Etame-Feld. Neue Bohrungen oder Workover-Maßnahmen an bestehenden Bohrlöchern können dazu beitragen, die förderbaren Reserven zu erhöhen oder die Produktionsraten zu stabilisieren. Solche Projekte fließen in die Investitionsplanung ein und werden in den Quartals- und Jahresberichten meist mit Volumen- und Budgetangaben versehen.

Langfristig könnten auch potenzielle Ergänzungsprojekte in anderen Regionen oder Lizenzgebieten eine Rolle bei der Umsatzentwicklung spielen. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit immer wieder die Möglichkeit weiterer Akquisitionen von Förderrechten geprüft. Solche Schritte würden jedoch von der finanziellen Flexibilität und der Bewertung potenzieller Zielprojekte abhängen und sind aus Sicht von Investoren mit Chancen und Risiken verbunden.

Für die Erlöslage wichtig ist zudem die Zuverlässigkeit der Offshore-Infrastruktur, insbesondere der Produktionsplattformen und der Verladekapazitäten für Rohöl. Technische Störungen oder ungeplante Wartungen können zu temporären Produktionsunterbrechungen führen. In den zurückliegenden Berichtszeiträumen hat VAALCO mehrfach über geplante Wartungsfenster und ihre Auswirkungen auf die Fördermengen berichtet, was Anlegern hilft, kurzfristige Schwankungen besser einzuordnen.

Aktuelle Quartalszahlen und Finanzentwicklung

Mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2025 am 9. Mai 2025 erhielten Anleger einen aktualisierten Einblick in die finanzielle Entwicklung von VAALCO Energy. Der Bericht umfasste Angaben zu Umsatzerlösen, Nettoergebnis, Cashflow und Investitionsausgaben für den Zeitraum Januar bis März 2025, wie auf der Investor-Relations-Seite dargestellt wird, laut VAALCO Energy Stand 09.05.2025. Damit knüpfte das Unternehmen an die zuvor veröffentlichten Jahreszahlen 2024 an.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres zeigte sich, wie stark der Einfluss von Ölpreis und Produktionsniveau auf die Ergebnisentwicklung ausfällt. Höhere Fördermengen können rückläufige Preise teilweise kompensieren, während bei schwächerer Produktion selbst hohe Preise nur begrenzt helfen. Für Investoren ist daher die Kombination aus Volumen und Preis entscheidend, um die Nachhaltigkeit von Ergebnisverbesserungen einzuschätzen.

Die Bilanzstruktur von VAALCO Energy bleibt im Vergleich zu vielen größeren Wettbewerbern überschaubar. Das Unternehmen weist in seinen Berichten Angaben zu liquiden Mitteln, Finanzverbindlichkeiten und Eigenkapitalquote aus. Diese Kennzahlen sind wesentlich, um die Fähigkeit zur Finanzierung von Bohrprogrammen, Dividendenzahlungen und möglichen Akquisitionen zu beurteilen. Eine solide Liquiditätsposition kann insbesondere in Phasen niedriger Ölpreise ein wichtiger Puffer sein.

Der operative Cashflow in den letzten Quartalen wurde im Wesentlichen von der Kombination aus realisiertem Ölpreis und Investitionsvolumen bestimmt. Höhere Investitionen in Bohrprogramme können den freien Cashflow temporär belasten, sollen aber mittelfristig durch steigende Produktionsmengen kompensiert werden. Anleger beobachten daher, ob VAALCO seine Investitionsziele innerhalb des kommunizierten Rahmens hält und welche Renditen das Management erwartet.

Im Jahresbericht 2024, der Anfang 2025 veröffentlicht wurde, legte VAALCO Energy außerdem detaillierte Informationen zur Ergebnisentwicklung des Gesamtjahres vor, inklusive Angaben zu Umsatz, Nettoergebnis pro Aktie und Reservenentwicklung, wie aus der Finanzberichterstattung hervorgeht, laut VAALCO Energy Stand 15.03.2025. Diese Zahlen dienen Investoren als Referenz, um die Quartalswerte einzuordnen und Trends in der Profitabilität zu erkennen.

Im Fokus vieler Marktbeobachter steht auch die Entwicklung der Förderkosten und der Marge pro Barrel. VAALCO veröffentlicht regelmäßig Kennziffern zu Betriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten, die einen Eindruck vermitteln, wie effizient das Unternehmen arbeitet. Ein anhaltender Trend sinkender Kosten pro Barrel würde das Geschäftsmodell widerstandsfähiger gegenüber möglichen Preisrückgängen machen.

Dividendenpolitik und Kapitalrückführung

VAALCO Energy hat in den vergangenen Jahren eine Aktionärsvergütung in Form von Dividenden etabliert. Das Unternehmen erklärte in mehreren Mitteilungen, dass Zuwendungen an die Anteilseigner im Einklang mit der Ertragslage und den Investitionsbedürfnissen stehen sollen. Konkrete Dividendenentscheidungen werden üblicherweise im Rahmen von Board-Beschlüssen veröffentlicht und den Marktteilnehmern über Pressemitteilungen kommuniziert.

Bei der Vorlage von Quartalszahlen äußert sich das Management häufig zur Nachhaltigkeit der Dividende. Eine stabile oder wachsende Ausschüttung hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, dauerhaft positiven freien Cashflow zu generieren. In den jüngsten Veröffentlichungen wurde hervorgehoben, dass VAALCO die Rückführung von Kapital an die Aktionäre mit der Finanzierung von Wachstumsprojekten ausbalancieren will, wie aus den Präsentationen für Investoren hervorgeht, laut VAALCO Energy Stand 10.04.2025.

Für Anleger spielt die Dividendenrendite eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Attraktivität der VAALCO Energy-Aktie im Vergleich zu anderen Öl- und Gaswerten. Da die Dividende jedoch von zyklischen Faktoren wie dem Ölpreis beeinflusst wird, kann es in schwächeren Marktphasen zu Anpassungen kommen. Ein klares Bekenntnis zur Kapitaldisziplin soll sicherstellen, dass eine Ausschüttung nicht zulasten der finanziellen Stabilität geht.

Neben Dividenden kommen auch Aktienrückkäufe als Instrument zur Kapitalrückführung in Betracht. In der Vergangenheit hat VAALCO Programme geprüft, bei denen eigene Aktien am Markt erworben werden, sofern Liquidität und Bewertungslage dies aus Sicht des Managements rechtfertigen. Solche Entscheidungen werden üblicherweise in gesonderten Mitteilungen bekanntgegeben und geben Hinweise darauf, wie das Unternehmen den inneren Wert der eigenen Aktie einschätzt.

Langfristig dürfte die Ausschüttungspolitik von VAALCO Energy eng an die Entwicklung der Reserven und der Produktionsbasis gekoppelt sein. Je länger die wirtschaftliche Förderdauer des Etame-Felds und potenzieller Ergänzungsprojekte eingeschätzt wird, desto höher ist die Planbarkeit der Cashflows. Das spielt eine zentrale Rolle bei der Frage, welche Teile des generierten Geldzuflusses an die Anteilseigner zurückgeführt oder im Unternehmen reinvestiert werden.

Strategische Ausrichtung und Projekte in Westafrika

Die strategische Ausrichtung von VAALCO Energy ist stark von der geografischen Fokussierung auf Westafrika geprägt. Das Kerngeschäft im Offshore-Bereich vor Gabun erfordert Know-how in der Erschließung und Bewirtschaftung von Lagerstätten unter herausfordernden Bedingungen. Das Unternehmen investiert in die Modernisierung der Infrastruktur, um die Förderanlagen über die ursprünglich geplante Lebensdauer hinaus zu nutzen.

In mehreren Investor-Updates wurde betont, dass VAALCO im Rahmen seiner Strategie sowohl organisches Wachstum über zusätzliche Bohrungen als auch potenziell anorganisches Wachstum durch den Erwerb weiterer Assets ins Auge fasst. Der Schwerpunkt liege dabei auf Feldern mit bestehenden Produktionsanlagen, bei denen Effizienzsteigerungen möglich sind, wie aus den Unternehmenspräsentationen hervorgeht, laut VAALCO Energy Stand 10.04.2025.

Ein wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit mit staatlichen Partnern und Lizenzgebern. Offshore-Lizenzen in Gabun werden in Kooperation mit der Regierung und weiteren Rechteinhabern betrieben. Die Stabilität der regulatorischen Rahmenbedingungen ist damit ein entscheidender Faktor für die langfristige Planungssicherheit. Veränderungen in der Steuer- oder Lizenzpolitik könnten die Rentabilität von Projekten beeinflussen.

VAALCO betont in seinen Veröffentlichungen regelmäßig das Thema Sicherheit und Umweltstandards. Der Betrieb von Offshore-Anlagen erfordert strenge Sicherheitsprotokolle, um Risiken für Personal und Umwelt zu minimieren. Investoren achten zunehmend darauf, wie Unternehmen aus dem Energiesektor mit ESG-Themen umgehen und inwieweit sie in ihren Geschäftsberichten Transparenz über Sicherheitskennzahlen und Umweltbelastungen herstellen.

Darüber hinaus beobachtet der Markt, wie VAALCO mit dem globalen Trend zur Dekarbonisierung umgeht. Während das Kerngeschäft weiterhin auf fossilen Energieträgern basiert, könnte langfristig der regulatorische Druck steigen. Einige unabhängige Produzenten prüfen deshalb Optionen zur Effizienzsteigerung, Emissionsreduktion oder Diversifizierung in weniger kohlenstoffintensive Projekte. Welche Rolle solche Aspekte bei VAALCO in Zukunft spielen werden, dürfte auch von den politischen Rahmenbedingungen und den Ansprüchen der Kapitalmärkte abhängen.

Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Öl- und Gasbranche befindet sich seit Jahren in einem Spannungsfeld aus schwankenden Preisen, geopolitischen Risiken und wachsendem Druck zur Reduktion von CO2-Emissionen. Für Unternehmen wie VAALCO Energy, die im Upstream-Segment tätig sind, bedeutet dies eine hohe Volatilität des Marktumfelds. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen, wenn spezialisierte Produzenten flexibel auf Veränderungen reagieren und Effizienzen heben.

Im Wettbewerb mit größeren Ölkonzernen und anderen unabhängigen Produzenten positioniert sich VAALCO als fokussierter Nischenakteur mit Expertise im Bereich Offshore-Westafrika. Größere Wettbewerber verfügen zwar über breitere Portfolios und stärkere Finanzkraft, können sich aber nicht in jeder Region in gleichem Maße auf einzelne Felder konzentrieren. Kleinere Produzenten wiederum sind häufig finanziell begrenzter aufgestellt und hängen noch stärker von einzelnen Projekten ab.

In Branchentrends-Berichten wird vielfach darauf hingewiesen, dass Investoren bei Explorations- und Produktionsunternehmen besonders auf die Kapitaldisziplin, die Entwicklung der Reservenbasis und die Fähigkeit zur Generierung von Free Cashflow achten. VAALCO versucht, sich hier über klare Zielgrößen und regelmäßige Kommunikation zu positionieren. In den Präsentationen werden Kennzahlen wie Reservenlebensdauer und geplante Bohrprogramme hervorgehoben, um die langfristige Perspektive des Geschäfts zu verdeutlichen.

Hinzu kommt, dass der Zugang zu Kapitalmärkten für fossile Energieträger-Unternehmen anspruchsvoller geworden ist. Banken und institutionelle Investoren berücksichtigen zunehmend ESG-Kriterien, was sich auf Finanzierungskonditionen und die Bewertung von Öl- und Gasproduzenten auswirken kann. Unternehmen mit transparenter Berichterstattung und nachvollziehbarer Strategie zur Risikominimierung können hiervon profitieren, indem sie Vertrauen aufbauen.

Insgesamt hängt die Wettbewerbsposition von VAALCO Energy davon ab, wie erfolgreich das Unternehmen seine Kernfelder bewirtschaftet, Kosten kontrolliert und potenzielle Wachstumschancen nutzt, ohne die Bilanz übermäßig zu belasten. Für Anleger ist dabei entscheidend, ob das Management seine Ziele glaubwürdig kommuniziert und diese im Zeitverlauf auch erreicht.

Warum VAALCO Energy für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Anleger ist die VAALCO Energy-Aktie insbesondere als Beimischung im Energiesektor interessant, da sie Zugang zu einem spezialisierten Produzenten im Segment Offshore-Westafrika bietet. Während viele deutsche Privatanleger bereits große integrierte Ölkonzerne im Blick haben, eröffnet ein Wert wie VAALCO die Möglichkeit, gezielter auf die Dynamik eines speziellen Fördergebiets zu setzen.

Die Aktie wird an der New York Stock Exchange in US-Dollar gehandelt. Für Anleger aus dem Euroraum kommt daher ein Wechselkursrisiko hinzu, das die tatsächliche Rendite in heimischer Währung beeinflusst. Diese Währungskomponente kann in Phasen eines starken oder schwachen US-Dollars zusätzliche Schwankungen im Depot verursachen. Broker mit Zugang zu US-Börsen ermöglichen in der Regel den Handel der VAALCO Energy-Aktie während der regulären US-Handelszeiten.

Darüber hinaus sind Rohstoff- und Energieaktien häufig als Diversifikationsbaustein in Portfolios zu finden, die ansonsten stark von Technologie-, Industrie- oder Konsumtiteln geprägt sind. Der Geschäftsverlauf von VAALCO hängt stärker von Ölpreisen und geopolitischen Faktoren ab als von der Binnenkonjunktur in Deutschland, wodurch sich eine gewisse Entkopplung von heimischen Marktzyklen ergeben kann. Diese Besonderheiten sollten bei einer Bewertung der Rolle der Aktie im Gesamtportfolio berücksichtigt werden.

Risiken und offene Fragen

Wie bei allen Unternehmen im Explorations- und Produktionssektor ist die VAALCO Energy-Aktie mit einer Reihe von Risiken verbunden. Zu den wichtigsten zählen die Abhängigkeit vom Ölpreis, geologische Unsicherheiten sowie technische und operative Risiken beim Betrieb von Offshore-Anlagen. Unerwartete Bohrprobleme oder Verzögerungen bei Projekten können zu höheren Kosten und geringerer Produktion führen.

Hinzu kommt das politische Risiko in den Förderländern. Änderungen in der Gesetzgebung, Steuererhöhungen oder eine Anpassung der Lizenzbedingungen können die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte beeinträchtigen. In Ländern wie Gabun ist die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen entscheidend. In der Finanzberichterstattung von VAALCO wird auf diese Risiken hingewiesen, und das Unternehmen versucht, ihnen durch Diversifizierung innerhalb der Lizenzgebiete und durch langfristige Verträge zu begegnen.

Aus Sicht der Kapitalmärkte spielt auch das Thema Klimapolitik und Dekarbonisierung eine wachsende Rolle. Strengere Regulierungen, CO2-Bepreisung oder ein schneller Übergang zu erneuerbaren Energien könnten Nachfrage und Bewertungen traditioneller Öl- und Gasunternehmen beeinflussen. Für VAALCO stellt sich damit die Frage, wie das Unternehmen seine Strategie an mögliche langfristige Änderungen im Energiemix anpasst.

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Fazit

VAALCO Energy bleibt ein fokussierter Produzent mit klarem Schwerpunkt auf Offshore-Gabun und Westafrika. Die aktuellen Quartalszahlen und Finanzberichte zeigen, wie stark Ergebnis und Cashflow von der Kombination aus Ölpreis, Produktionsvolumen und Kostenstruktur abhängen. Dividendenpolitik und Investitionsplan werden vom Management mit Blick auf Kapitaldisziplin und Wachstumschancen austariert. Für deutsche Anleger, die ein Engagement im Energiesektor mit regionalem Schwerpunkt auf Westafrika suchen, bietet die VAALCO Energy-Aktie eine spezialisierte, zugleich aber auch zyklische und risikobehaftete Option, deren Entwicklung eng an die globale Rohstofflage und die regionale Projektperformance gekoppelt ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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