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VanEck Dividend Leaders: 2,40 Prozent unter 52-Wochen-Hoch

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 00:26 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der VanEck Dividenden-ETF klettert weiter, während der S&P 500 historisch niedrige Ausschüttungen bietet. Anleger setzen verstärkt auf einkommensstarke Strategien.

VanEck Dividend Leaders ETF: Rekordkurs trotz Mini-Renditen im S&P 500
Ein stilisierter, aufwärts gerichteter Börsenchart, der sich über ein verschwommenes Bild von Geschäftsleuten legt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während der S&P 500 seinen Anlegern eine Dividendenrendite von gerade einmal 1,088 Prozent bietet, klettert ein auf Dividendenzahler spezialisierter ETF munter weiter. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF schloss die Woche bei 53,17 Euro. Das sind 0,68 Prozent Plus am Freitag und nur noch 2,40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 8. April.

Die Lücke zwischen breiten Indizes und dividendenstarken Strategien ist kein neues Phänomen. Seit 2020 liegt die Rendite des S&P 500 durchgehend unter zwei Prozent. Aktuell markiert sie sogar den niedrigsten Stand seit Juli 2000 – nach Inflationsbereinigung bleibt vielen Standardaktien real sogar ein negativer Ertrag.

Kapital wandert in Dividendenstrategien

Diese Lücke treibt Kapital in Richtung Einkommensstrategien. Flussdaten von State Street zeigen: Smart-Beta-Strategien ohne Dividendenfokus verzeichneten netto eine Milliarde Dollar an Abflüssen. Dividendenstrategien holten im gleichen Zeitraum sechs Milliarden Dollar an frischem Kapital herein.

Der Kontrast zu spekulativeren Marktsegmenten könnte kaum größer sein. Themen-ETFs aus den Bereichen Robotik und KI verzeichneten im Juni schwächere oder sogar rückläufige Zuflüsse. Einkommensorientierte Strategien mit großen, quartalsweise ausschüttenden Aktien bleiben davon unberührt – sie ziehen weiter Kapital an.

Ungewöhnliche Gewichtung statt Marktkapitalisierung

Der Fonds hält aktuell 115 Einzelpositionen. An der Spitze stehen Verizon Communications mit 4,94 Prozent, HSBC Holdings mit 4,62 Prozent und Nestlé mit 4,43 Prozent. Pfizer und PepsiCo folgen mit 3,76 beziehungsweise 3,23 Prozent.

Weitere große Positionen halten Shell, TotalEnergies, Allianz, Novo Nordisk und Intesa Sanpaolo. Damit konzentriert sich das Portfolio klar auf Finanzwerte, Energie, Gesundheit und Konsumgüter – die Technologiewerte, die breite Marktindizes dominieren, spielen hier kaum eine Rolle.

Der zugrunde liegende Index wählt die 100 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aus, die bestimmte Screening-Kriterien erfüllen. Eine Sektorobergrenze von 40 Prozent verhindert Klumpenrisiken. Entscheidend ist der Gewichtungsmechanismus: Nicht die Marktkapitalisierung bestimmt das Gewicht einer Aktie im Index, sondern die insgesamt gezahlte Dividendensumme. Das Ziel: Mega-Cap-Wachstumsaktien sollen echte Dividendenzahler nicht verdrängen.

Ausschüttung und Kosten im Blick

Für einkommensorientierte Anleger zählt vor allem die Ausschüttungshistorie. In den vergangenen zwölf Monaten zahlte der ETF 1,65 Euro Dividende, für die kommenden zwölf Monate wird der gleiche Betrag erwartet. Das entspricht einer Rendite von rund 3,12 Prozent. Die nächste Ausschüttung ist für September vorgesehen, im gewohnten Quartalsrhythmus.

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,38 Prozent pro Jahr. Der Fonds bildet seinen Index durch physische Vollreplikation ab und kauft damit sämtliche Indexbestandteile direkt.

Technisches Bild bleibt konstruktiv

Der aktuelle Kurs liegt 1,52 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 52,38 Euro und 6,73 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 49,82 Euro. Der RSI von 62,6 signalisiert positive, aber nicht überhitzte Dynamik. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 9,95 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sind es 23,61 Prozent.

Mit einem Fondsvolumen von 8,293 Milliarden Euro zählt das Produkt zu den größten seiner Kategorie in Europa. Solange die Renditelücke zwischen breiten Marktindizes und dividendenfokussierten Strategien bestehen bleibt, dürfte dieser Fonds ein Referenzpunkt für einkommensorientierte Portfolios in entwickelten Märkten bleiben.

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