VanEck Seltene Erden ETF: USA Rare Earth erhÀlt Texas-Finanzspritze
Veröffentlicht am: 13.05.2026 um 18:11 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Dominanz Chinas bei kritischen Rohstoffen zwingt westliche Staaten zum Handeln. Der US-Bundesstaat Texas greift nun tief in die Tasche, um die heimische Förderung anzukurbeln. Das trifft auf einen Markt, in dem die Preise fĂŒr Seltene Erden bereits wieder spĂŒrbar anziehen.
Aus dem texanischen Innovationsfonds flieĂen rund 14,2 Millionen Dollar an USA Rare Earth. Das Bergbauunternehmen will damit das Projekt am Round Top Mountain beschleunigen. Diese LagerstĂ€tte gilt als eine der wichtigsten US-Quellen fĂŒr schwere Seltene Erden. Das Unternehmen plant dort Investitionen von ĂŒber 1,4 Milliarden Dollar.
Der VanEck Seltene Erden ETF profitiert von dieser Gemengelage. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um knapp 41 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht sogar ein Plus von 161 Prozent auf der Kurstafel. Aktuell notiert der Fonds bei 18,08 Euro.
Er bewegt sich damit nahe an seinem Jahreshoch. Der ETF bĂŒndelt zahlreiche Branchenvertreter. Schwergewichte wie Albemarle, Lynas und MP Materials machen einen GroĂteil des milliardenschweren Portfolios aus. USA Rare Earth gehört ebenfalls zu den Werten, die im Fokus der amerikanischen Förderpolitik stehen.
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Chinesische Dominanz treibt Preise
Parallel zur US-Förderung liefert China den zweiten Kurstreiber. Der offizielle chinesische Preisindex fĂŒr Seltene Erden stieg Mitte Mai auf 269,5 Punkte. Besonders schwere Erden fĂŒr Hochtemperatur-Magnete verteuern sich. Elemente wie Dysprosium und Terbium sind fĂŒr ElektromobilitĂ€t und RĂŒstung unverzichtbar. Die Folge: Eine anhaltende Angebotsknappheit stĂŒtzt die Notierungen.
Das Angebot bleibt strukturell extrem konzentriert. China förderte im vergangenen Jahr knapp 70 Prozent der weltweiten Seltenen Erden. Die Volksrepublik verarbeitet sogar bis zu 90 Prozent des globalen Materials. Die USA kommen lediglich auf einen Förderanteil von gut 13 Prozent.
Ein politischer Stichtag rĂŒckt nĂ€her
Im November 2026 lĂ€uft eine wichtige Frist ab. Peking hatte erweiterte Exportkontrollen eingefĂŒhrt und diese spĂ€ter pausiert. Diese Aussetzung endet bald. Ăltere Kontrollen fĂŒr sieben spezifische Elemente erfordern bereits jetzt spezielle Exportlizenzen.
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Der Aufbau alternativer Lieferketten im Westen erweist sich als kapitalintensiv und langwierig. Analysten erwarten, dass China bis zum Ende des Jahrzehnts seine Vormachtstellung bei der Magnetfertigung behĂ€lt. Die texanische Finanzspritze belegt jedoch den konkreten politischen Willen, westliche Produzenten gezielt zu stĂŒtzen. Am 10. November entscheidet sich, wie eng China den globalen Versorgungshahn kĂŒnftig zudreht.
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