OTS, Vereinigung

vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Trotz Krise bietet ...

Veröffentlicht am: 29.04.2026 um 10:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Trotz Krise bietet der Freistaat gute BeschĂ€ftigungschancen / Brossardt: "Hohe Arbeitskosten sind massives Investitionshemmnis" MĂŒnchen - Zum internationalen Tag der Arbeit am 01.

Mai 2026 weist die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. darauf hin, dass Deutschland und Bayern viel und gute Arbeit bieten - und das trotz der aktuellen Krise am Standort. "Klar ist aber auch, wir stehen am Kipppunkt : Entweder lösen wir die Strukturkrise durch schnelle und nachhaltige Reformen oder die Deindustrialisierung nimmt noch weiter Fahrt auf. Allein 2025 mussten pro Werktag 13 bayerische Firmen Insolvenz anmelden. Pro Werktag gingen zudem 40 ArbeitsplĂ€tze verloren . Das sind besorgniserregende Zahlen, die auch auf unsere mangelnde WettbewerbsfĂ€higkeit zurĂŒckzufĂŒhren sind. Die Bundesregierung muss aufhören, einzelne Symptome anzugehen, sondern tiefgreifende und umfassende Reformen umsetzen. Nur mit einem hohen Reformtempo wird es gelingen, die Rahmenbedingungen wieder wettbewerbstauglich zu gestalten. Nicht weniger erwarten wir von der Koalition", fordert Bertram Brossardt, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Die InvestitionsschwĂ€che und der Arbeitsplatzabbau sind aber laut vbw nicht allein auf hohe Energiepreise und ĂŒberbordende BĂŒrokratie zurĂŒckzufĂŒhren, sondern auch auf die aus dem Ruder laufenden Arbeitskosten . "Stetig steigende Entgelte und Sozialversicherungskosten sind gefĂ€hrlich fĂŒr die internationale WettbewerbsfĂ€higkeit der Unternehmen und entziehen den Unternehmen die Basis fĂŒr neue Investitionen. So sind allein in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, einem Kernbereich der bayerischen Wirtschaft, seit dem BeschĂ€ftigungshöchststand Anfang 2024 ĂŒber 40.000 ArbeitsplĂ€tze verloren gegangen und wir befĂŒrchten weitere Arbeitsplatzverluste in 2026. Wir mĂŒssen in der im Herbst beginnenden Tarifrunde Maß halten. Den Kampf um Weltmarktanteile werden wir ohne ProduktivitĂ€tssteigerungen und mit rasant steigenden Lohnzusatzkosten nicht gewinnen können", betont Brossardt.

Um langfristig wieder auf einen Wachstumspfad zu kommen, muss laut vbw wieder mehr gearbeitet werden. ZusĂ€tzliche Steuereinnahmen und Sicherheit der ArbeitsplĂ€tze wird es ohne Erhöhung des Arbeitsvolumens nicht geben. "Diese ist ein wichtiger Hebel, um unsere WettbewerbsfĂ€higkeit zu verbessern und damit auch unsere Wirtschaftskraft zu stĂ€rken. Die Erhöhung der Wochenarbeitszeit , der Entfall eines Urlaubstags oder die Umwandlung der weit verbreiteten Teilzeit in vollzeitnahe BeschĂ€ftigung sind alles denkbare Möglichkeiten, um unser Ziel zu erreichen. Dazu gehört es auch, endlich von einer Tageshöchstarbeitszeit auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen, so wie es die europĂ€ische Arbeitszeitrichtlinie vorsieht und die Koalition im Koalitionsvertrag verspochen hat", erklĂ€rt Brossardt abschließend.

Pressekontakt:

Tobias Rademacher, +49 (0) 89-551 78-399, mailto:tobias.rademacher@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6265033 OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Disclaimer...
de | boerse | 69256635 |