VDA, Abwanderung

VDA warnt vor Abwanderung von Stellen ins Ausland

Veröffentlicht am: 25.04.2026 um 13:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnt im Hinblick auf Deutschlands KonkurrenzfÀhigkeit vor einem Verlust inlÀndischer ArbeitsplÀtze.

Der Interessenverband erlebe eine zunehmende und umfangreiche Verlagerung von BeschĂ€ftigung, sagte VDA-PrĂ€sidentin Hildegard MĂŒller in Peking am Rande der Messe "Auto China 2026". "Die schlechte Stimmung in Deutschland ist immer noch besser als die tatsĂ€chliche wirtschaftliche Lage. In anderen Worten: Die Stimmung ist schlecht, die Lage ist noch schlechter", sagte sie.

Der Verband kritisiert mangelndes Handeln der Politik. Besonders fĂŒr die Zulieferer sei die Lage "dramatisch". "Hier geht es um tausende ArbeitsplĂ€tze, um die StabilitĂ€t und Entwicklung ganzer Regionen in Deutschland", sagte MĂŒller. Man brauche Reformen bei Energiekosten, Steuerbelastung, BĂŒrokratieaufwand oder Arbeitskosten, damit Deutschland ein attraktiver Produktionsstandort bleiben könne.

VDA fordert Reformen

72 Prozent der Zulieferer wollten eigentlich geplante Investitionen in Deutschland verschieben, erklĂ€rte MĂŒller unter Verweis auf eine im Februar veröffentlichte Umfrage. 28 Prozent davon wollten Investitionen ins Ausland verlagern, 19 Prozent streichen und 25 Prozent verschieben.

Mit Blick nach Fernost und auf die schnelle Technik-Entwicklung im weltgrĂ¶ĂŸten und fĂŒr Deutschlands Autobauer wichtigen Einzelmarkt China fordert MĂŒller, die Regulatorik in Deutschland und Europa anzupassen, um etwa im Bereich Digitalisierung, KĂŒnstlicher Intelligenz oder beim autonomen Fahren eine "entsprechende Innovationsgeschwindigkeit" aufnehmen zu können.

Volkswagen DE0007664039 will StÀrken Chinas nutzen

Volkswagens China-Chef Ralf BrandstĂ€tter verwies auf die Analyse des Konzerns 2023, dass Chinas industrielles Ökosystem fĂŒr intelligente, vernetzte Elektrofahrzeuge ĂŒberlegen sein werde, der Wettbewerb wachsen und sich E-MobilitĂ€t schneller durchsetzen werde als erwartet. Die Frage sei gewesen, was zu tun sei, um in dem Markt weiter eine Rolle zu spielen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Messe.

"Wenn man im grĂ¶ĂŸten, wettbewerbsintensivsten Markt mit der höchsten Innovationsgeschwindigkeit keine Rolle mehr spielt, dann hat man es auch global schwer", sagte BrandstĂ€tter. Volkswagen wolle von den StĂ€rken des Marktes profitieren. Vor dem Messestart hatte Volkswagen angekĂŒndigt, nach Jahren der Fokussierung auf den chinesischen Markt zukĂŒnftig in China entwickelte Fahrzeuge auch in den Globalen SĂŒden exportieren zu wollen. Der Konzern will so MĂ€rkte erschließen, in denen er zuvor unterreprĂ€sentiert war.

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