VerbraucherschĂŒtzer: 'Designtricks' bei Trinkgeld per Karte
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 06:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wie GĂ€ste Trinkgeld ablehnen oder die Höhe selbst festlegen können." Der Verband setze sich daher fĂŒr ein Verbot "manipulativer Designtricks" auf europĂ€ischer Ebene ein, wie sie auch von Webseiten oder Apps bekannt seien.
"Bei der Kartenzahlung liegen sie vor, wenn die Option, kein Trinkgeld zu geben, versteckt oder schlechter sichtbar ist", sagte Pop. Dabei geht es um Terminals fĂŒr Kartenzahlung, bei denen auf dem Display VorschlĂ€ge fĂŒrs Trinkgeld wie 10 Prozent, 15 Prozent oder 20 Prozent angetippt werden können. Teils sind diese Felder gröĂer oder farblich auffĂ€lliger als das Feld fĂŒr "Kein Trinkgeld" oder ein Feld, bei dem man selbst einen Euro-Betrag eingeben kann.
Manipulation fĂŒr mehr Trinkgeld?
"Viele Menschen geben gerne und freiwillig Trinkgeld, um guten Service wertzuschĂ€tzen", sagte Pop. Problematisch werde es, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher zum Trinkgeldgeben gedrĂ€ngt oder sogar manipuliert wĂŒrden. "Niemand ist verpflichtet, Trinkgeld zu geben."
Laut einer Umfrage im Auftrag des Verbands befĂŒrworten es drei Viertel (76 Prozent), dass die Möglichkeit, kein Trinkgeld oder weniger Trinkgeld zu geben, ebenso sichtbar und leicht auswĂ€hlbar sein sollte wie vorgeschlagene BetrĂ€ge.
Gezielt gefragt, ob man sich durch auffĂ€lliger dargestellte Prozent-VorschlĂ€ge zum Trinkgeldgeben gedrĂ€ngt fĂŒhle, bejahte dies gut die HĂ€lfte - voll und ganz stimmten 36 Prozent zu, eher stimmten 16 Prozent zu. Tendenziell nicht dazu gedrĂ€ngt sehen sich 42 Prozent. FĂŒr die Umfrage befragte das Institut Forsa den Angaben zufolge vom 3. bis 5. August 1.009 Menschen ab 18 Jahren.
