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EQS-News: Verkehr(t)'45 - fragwĂŒrdige PrioritĂ€tensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027 (deutsch)

19.06.2026 - 16:13:48 | dpa.de

Verkehr(t)'45 - fragwĂŒrdige PrioritĂ€tensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027 auto-schweiz / Schlagwort(e): Monatszahlen/Stellungnahme Verkehr(t)'45 - fragwĂŒrdige PrioritĂ€tensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027 19.06.2026 / 16:13 CET/CEST --------------------------------------------------------------------------- Stellungnahme zum Projekt Verkehr 45 Bern, 19.

Verkehr(t)'45 - fragwĂŒrdige PrioritĂ€tensetzung des Bundesrats im Ausbauschritt 2027


auto-schweiz / Schlagwort(e): Monatszahlen/Stellungnahme
Verkehr(t)'45 - fragwĂŒrdige PrioritĂ€tensetzung des Bundesrats im
Ausbauschritt 2027



19.06.2026 / 16:13 CET/CEST



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Stellungnahme zum Projekt Verkehr 45



Bern, 19. Juni 2026



Der Bundesrat hat heute die Vernehmlassung zum Ausbauschritt 2027 der
Vorlage «Verkehr '45» publiziert. Die Bedeutung der Strasse fĂŒr das
wirtschaftliche Wohl der Schweiz wird verkannt. Obwohl rund drei von vier
Personenkilometern und zwei Drittel der GĂŒtertransporte auf der Strasse
stattfinden, sieht Verkehr(t) '45 nur einen Bruchteil der Investitionen fĂŒr
den Strassenausbau vor. Das ist angesichts der stark wachsenden Nutzung der
Strasse durch Unternehmen und Gesellschaft deutlich zu wenig. Der Bund kommt
damit dem Verfassungsauftrag einer ausreichenden Strasseninfrastruktur nicht
nach.



auto-schweiz begrĂŒsst, dass sich die Vorlage «Verkehr '45» zum dringend
nötigen Infrastrukturausbau bekennt, damit die wirtschaftliche
LeistungsfÀhigkeit unseres Landes erhalten bleibt. Dass die Vorlage «Verkehr
'45» Infrastrukturprojekte durch unabhĂ€ngige Fachleute ĂŒberprĂŒfen und
priorisieren lÀsst, ist unabdingbar. Die vorgeschlagene Verteilung der
Investitionen wird jedoch der Bedeutung der verschiedenen MobilitÀtstrÀger
der Schweiz nicht gerecht. WĂ€hrend im Ausbauschritt 2027 fĂŒr den Bahnausbau
Investitionen von 20 Milliarden Franken vorgesehen sind, ohne dass deren
Finanzierung gesichert ist, sollen fĂŒr den Ausbau der Nationalstrassen
lediglich 1,6 Milliarden Franken investiert werden, obwohl die
Strassenprojekte finanziert werden können. Dazu kommen 9,46 Milliarden fĂŒr
Betrieb und Unterhalt sowie ein Anteil am Programm Agglomerationsverkehr (5.
Generation: 518 Millionen Franken). Im Gegenzug hat der Bundesrat 31 bereits
geplante Verkehrsprojekte im Umfang von rund 16 Milliarden Franken
gestrichen. Diese Aufteilung orientiert sich mitnichten an den BedĂŒrfnissen
der Bevölkerung und der Wirtschaft - das zeigen die Verkehrs- und
Staustatistiken.



Thomas RĂŒcker, Direktor von auto-schweiz, sagt: «Wer Verkehrspolitik plant,
muss sich an der tatsÀchlichen MobilitÀt von Wirtschaft und Bevölkerung
orientieren. Heute werden drei Viertel der Personenkilometer mit dem Auto
zurĂŒckgelegt und zwei Drittel aller GĂŒter auf der Strasse transportiert .
Diese RealitÀt muss sich auch im geplanten Infrastrukturausbau widerspiegeln
- alles andere wÀre verkehrt.»



Wirtschaft und Bevölkerung leiden unter Rekordstaus
Die KapazitÀtsengpÀsse auf den Nationalstrassen verschÀrfen sich seit
Jahren. Die Staustunden dĂŒrften auch dieses Jahr einen neuen Höchststand
erreichen. Die Folge sind volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe:
Lieferungen verzögern sich, Arbeitswege verlÀngern sich, und Produkte sowie
Dienstleistungen verteuern sich fĂŒr Unternehmen und Konsumenten
gleichermassen. GemĂ€ss Bundesverfassung (Art. 83) hat der Bund fĂŒr eine
ausreichende Strasseninfrastruktur zu sorgen. Die Jahr fĂŒr Jahr steigenden
Staustunden belegen, dass er diesem Auftrag derzeit nicht gerecht wird. Es
braucht daher zwingend mehr Strasseninfrastrukturprojekte im «Verkehr '45».



Kostenintensiver Ausbau der Schieneninfrastruktur ist unverhÀltnismÀssig
Die Finanzierung der Strasseninfrastruktur erfolgt heute nach dem
Nutzerprinzip. ZusÀtzlich leisten Automobilistinnen und Automobilisten mit
Steuern und Abgaben von jÀhrlich fast 13 Milliarden Franken den zentralen
Beitrag zur Finanzierung der gesamten Verkehrsinfrastruktur. WĂ€hrend die
Investitionen fĂŒr den Strassenverkehr finanziell gesichert sind, muss das
vom Bundesrat vorgesehene Volumen von 20 Milliarden Franken imAusbauschritt
2027 fĂŒr den Bahnausbau mit Investitionen in teilweise wenig rentable
Infrastrukturprojekte durch zusÀtzliche Steuern bei der Bevölkerung
eingefordert werden. Zudem sind die Bahnbetreiber laut Experten bereits beim
Unterhalt der bestehenden Infrastruktur finanziell am Anschlag. auto-schweiz
fordert deshalb, dass die Investitionsplanung an der tatsÀchlichen
Transportleistung und den Möglichkeiten der zweckgebundenen Finanzierung
ausgerichtet wird. Bei den zusÀtzlichen Ausbauten im Schienenverkehr ist
finanzpolitisches Augenmass zu halten und die Nutzerfinanzierung in den
Vordergrund zu stellen.



Peter GrĂŒnenfelder, PrĂ€sident von auto-schweiz, sagt: «Es kann nicht sein,
dass die Automobilistinnen und Automobilisten mit immer mehr Steuern und
Abgaben einen wesentlichen Teil der Verkehrsinfrastruktur finanzieren und
gleichzeitig immer lÀnger im Stau stehen, weil der Bundesrat unter
Ausblendung der tatsĂ€chlichen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse einseitig in die
Bahninfrastruktur investieren will. Die Politik muss die vorhandenen Mittel
dort einsetzen, wo sie den grössten Nutzen fĂŒr Bevölkerung und Wirtschaft
schaffen.»



Integrale Verkehrspolitik aus einem Guss
auto-schweiz setzt sich im Rahmen der Vernehmlassung fĂŒr eine Neubeurteilung
der PrioritĂ€ten und fĂŒr zusĂ€tzliche Strassenprojekte ein. Ziel muss ein
Verkehrssystem sein, das sich an den tatsĂ€chlichen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnissen
und gesicherten Finanzierungsströmen orientiert. Die Schweiz braucht bis
2045 und darĂŒber hinaus eine leistungsfĂ€hige MobilitĂ€tsinfrastruktur. Dazu
gehören ein funktionierendes Nationalstrassennetz sowie ein leistungsfÀhiger
und langfristig finanzierbarer öffentlicher Verkehr.



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Weitere AuskĂŒnfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss




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