Verletzte nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 14:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Russen haben kritische Infrastruktur in den Gebieten Poltawa, Sumy und Cherson angegriffen", teilte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit. FĂŒnf Menschen seien unter anderem bei Angriffen in den Gebieten Saporischschja und Dnipropetrowsk verletzt worden. SchĂ€den habe es auch nach Attacken im Gebiet der Hafenstadt Odessa gegeben.
Nach Angaben örtlicher Behörden brannten östlich der Hauptstadt Kiew im Landkreis Boryspil Lagerhallen nach russischen Angriffen. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. AbgestĂŒrzte TrĂŒmmerteile hĂ€tten auch in Kiew selbst SchĂ€den an mehreren GebĂ€uden angerichtet. Im Zentrum der Dreimillionenstadt wurde der MilitĂ€rverwaltung zufolge eine Sportanlage im unmittelbaren Zentrum beschĂ€digt. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten eine Rauchwolke im Bereich des Walerij-Lobanowskyj-Stadions am Rande des Regierungsviertels. GemÀà Mitteilung des FuĂballclubs Dynamo Kiew bei Facebook blieb das Stadion jedoch unbeschĂ€digt.
Abschuss ballistischer Raketen
Die ukrainische Luftwaffe fing dabei nach eigenen Angaben erstmals seit lĂ€ngerem sieben ballistische Raketen ab. Zudem sei eine Antischiffsrakete des Typs Oniks abgeschossen worden, hieĂ es. Selenskyj hatte zuvor am Dienstag ĂŒber eingetroffene neue Flugabwehrraketen fĂŒr die Patriot-Systeme informiert.
Ukrainischen Angaben zufolge wurden rund 86 Prozent der vom russischen MilitĂ€r eingesetzten Drohnen abgefangen. FĂŒnf russische Drohnen verletzten nach Auskunft des moldauischen Verteidigungsministeriums in Chisinau auch kurzzeitig den Luftraum Moldaus.
Neue ukrainische Drohnenangriffe im Uralgebiet
Die Ukraine wiederum setzte ihre Angriffe auf Lager von russischen InternethĂ€ndlern fort. Im Uralgebiet wurde nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des zweitgröĂten russischen Marktplatzes Ozon in Ufa von ukrainischen Drohnen angegriffen. Demnach musste auch in Orenburg nahe der kasachischen Grenze wegen Raketengefahr ein Verteilzentrum kurzzeitig gerĂ€umt werden. Es habe aber weder Opfer noch SchĂ€den gegeben.
Die Ukraine wehrt sich seit ĂŒber viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Bei seinen GegenschlĂ€gen konzentriert sich Kiew auf russische InternethĂ€ndler und die Ălindustrie.
