VERMISCHTES, Söder

VERMISCHTES: Söder offen fĂŒr Social-Media-BeschrĂ€nkungen bis 13 Jahren

Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 13:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

CSU-Chef Markus Söder hat sich offen fĂŒr strikte Social-Media-BeschrĂ€nkungen fĂŒr Kinder unter 13 Jahren gezeigt.

"Ich finde es richtig, dass wir an der Stelle ĂŒber BeschrĂ€nkungen reden", sagte der bayerische MinisterprĂ€sident nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in MĂŒnchen. Nun mĂŒsse sich zeigen, wie die LĂ€nder den Vorschlag umsetzen könnten. "Das muss man genau auswerten. Aber wir sind dafĂŒr open-minded."

Expertinnen und Experten hatten zuvor im Auftrag der EU-Kommission empfohlen, den Zugang zu Social Media fĂŒr Kinder unter 13 Jahren zu beschrĂ€nken. Bis zu diesem Alter sollte die Nutzung nur zeitlich begrenzt unter Aufsicht der Eltern oder in pĂ€dagogischem Kontext möglich sein, so ihre in BrĂŒssel prĂ€sentierten Empfehlungen.

Söder findet 13 Jahre eine gute Altersgrenze fĂŒr BeschrĂ€nkungen

Söder lobte, dass der Vorschlag keine BeschrĂ€nkungen mehr fĂŒr Ă€ltere Kinder bis 16 Jahren enthalte, wie er vorher diskutiert beziehungsweise etwa in Australien auch umgesetzt worden war. "Junge Menschen fahren mit 17 (Jahren) Auto, viele wollen, dass sie mit 16 wĂ€hlen, aber sie dĂŒrfen sich vorher nicht informieren", sagte er. Das wĂ€re dann vom Alter her "etwas schwieriger. Aber der Vorschlag, der jetzt da ist, ist sicher eine gute Diskussionsgrundlage. Wie immer bei all den Dingen: mit Maß und Mitte, dann wird es gut werden."

In der Vergangenheit hatte es aus der CSU wiederholt kritische Stimmen zu einem Verbot fĂŒr Social-Media bei Jugendlichen gegeben. Unter anderem hatte auch Söder dabei angemerkt, dass ein Verbot in der Praxis leicht umgangen werden könne. Zudem warnte er davor, dass ein Verbot Tiktok, Instagram und Co. eher noch interessanter fĂŒr Jugendliche und Kinder machen wĂŒrde.

Kritik kommt von Bayerns Digitalminister

Dagegen beharrte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie WĂ€hler) auf seiner ablehnenden Haltung fĂŒr die Altersgrenze: "Die meisten großen Plattformen haben schon heute ein Mindestalter von 13 Jahren, das Problem ist also nicht, dass Regeln fehlen, sondern ihre mangelnde Durchsetzung. Der Jugendschutz dĂŒrfe nicht pauschal beim Ausweis eines Kindes anfangen, sondern mĂŒsse bei den Plattformen ansetzen. "Eine neue Altersgrenze auf dem Papier ist Symbolpolitik statt echtem Jugendschutz. Sie klingt konsequent, verĂ€ndert im digitalen Alltag der Kinder aber nichts."

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