Pistorius, BeitrÀge

Pistorius: Konkrete BeitrÀge zur Sicherung der Ukraine nötig

07.01.2026 - 16:56:34

Verteidigungsminister Boris Pistorius hĂ€lt weitere Planungen zum militĂ€rischen Schutz bei einer Friedenslösung in der Ukraine fĂŒr nötig.

"Mir ist wichtig, dass die UnterstĂŒtzerlĂ€nder der Ukraine konkrete BeitrĂ€ge fĂŒr die Absicherung einer möglichen politischen Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine erarbeiten", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Es mĂŒsse - anders als beim Budapester Memorandum von 1994 - nunmehr um eine verlĂ€ssliche und dauerhafte Garantie fĂŒr die Ukraine gehen, sagte der Minister.

Bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris hatte am Vortag eine internationale Schutztruppe zur militĂ€rischen Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine Form angenommen. FĂŒr Deutschland stellte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dabei die Beteiligung der Bundeswehr in Aussicht - nicht in der Ukraine selbst, aber auf Nato-Boden nahe der Grenze.

Pistorius: KrĂ€fte fĂŒr den Fall einer neuen Aggression bereithalten

"Voraussetzung dafĂŒr ist, dass Putin endlich ernsthaft zu einem Waffenstillstand bereit ist und das brutale Töten beendet", sagte Pistorius zu den Planungen. Die "Koalition der Willigen" plane fĂŒr diesen Fall eine Absicherung des Friedens.

Pistorius erklĂ€rte dazu, dies solle mit militĂ€rischen KrĂ€ften in der Ukraine zur Ausbildung und StĂ€rkung der ukrainischen StreitkrĂ€fte erfolgen. "Dazu haben sich vor allem Frankreich und Großbritannien bereit erklĂ€rt", sagte er. Und: "ZusĂ€tzlich brauchen wir KrĂ€fte, die in den Nato-Staaten fĂŒr den Fall einer erneuten russischen Aggression vorgehalten werden. Dieser komplementĂ€re Ansatz stĂ€rkt die Abschreckungs- und VerteidigungsfĂ€higkeit gegenĂŒber Putins Russland insgesamt."

Die Generalstabschefs der UnterstĂŒtzerlĂ€nder planten nun weiter, wie sich diese Vorgaben konkret umsetzen ließen, so der Verteidigungsminister. Dazu zĂ€hle, welche Nation in welcher Weise bereit sei, sich einzubringen, und wie diese Sicherheitsgarantien mit den existierenden Planungen der Nato zur Verteidigung des BĂŒndnisgebietes in Einklang gebracht wĂŒrden.

Der Oberkommandierende der Nato in Europa nehme an allen Beratungen teil, sagte er. Die Bundesregierung stimme das weitere Vorgehen eng mit dem Bundestag ab.

@ dpa.de