Vitamin D: Zwischen Mangel und Überdosis
27.01.2026 - 17:36:13Vitamin D bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Neue Erkenntnisse zur Gehirngesundheit heizen die Debatte an, während Experten vor den Gefahren einer unkontrollierten Einnahme warnen. Der schmale Grat zwischen Mangel und Überversorgung ist schwierig zu navigieren.
Die verbreitete Unterversorgung
Fast 60 Prozent der Deutschen erreichen nicht den wünschenswerten Vitamin-D-Spiegel im Blut. Das zeigen Daten des Robert Koch-Instituts. Besonders in den sonnenarmen Monaten von Oktober bis März ist die körpereigene Produktion stark eingeschränkt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher einen Schätzwert von 20 Mikrogramm (800 IE) pro Tag für Erwachsene. Diese Menge soll eine ausreichende Versorgung auch ohne Sonne sicherstellen.
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Die unterschätzte Gefahr der Überdosierung
Doch parallel zum Mangel wächst die Besorgnis vor den Risiken hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt eindringlich. Da Vitamin D fettlöslich ist, wird ein Überschuss im Körper gespeichert.
Eine langfristig zu hohe Einnahme kann zu einer Vitamin-D-Vergiftung führen. Die Folgen sind schwerwiegend:
* Erhöhter Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
* Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit und Herzrhythmusstörungen
* Langfristig Nierensteine und Nierenschäden
Aktuelle Studien deuten sogar darauf hin, dass eine tägliche Einnahme von über 4.000 IE bei älteren Frauen die Knochendichte verringern und das Sturzrisiko erhöhen kann.
Wer besonders aufpassen muss
Die Bestimmung der richtigen Dosis ist individuell und sollte idealerweise nach einer Blutuntersuchung erfolgen. Das BfR hält Präparate mit bis zu 20 µg (800 IE) pro Tag für sicher.
Bestimmte Gruppen haben ein erhöhtes Mangelrisiko und sollten ihre Versorgung im Blick behalten:
* Ältere Menschen (nachlassende Eigenproduktion der Haut)
* Personen, die sich kaum im Freien aufhalten
* Menschen mit dunklerer Hautfarbe
* Säuglinge (hier wird eine Supplementierung zur Rachitisprophylaxe generell empfohlen)
Neue Hoffnung für das Gehirn?
Die Bedeutung von Vitamin D reicht möglicherweise weit über die Knochengesundheit hinaus. Aktuelle Forschungen rücken die kognitive Funktion in den Fokus. Vitamin-D-Rezeptoren sind im Gehirngewebe weit verbreitet.
Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und einem erhöhten Risiko für kognitiven Abbau. Eine neuere Untersuchung legt nahe, dass ein höherer Spiegel im Gehirn mit besseren kognitiven Funktionen verbunden ist.
Kann Vitamin D also vor Demenz schützen? Experten betonen, dass die Ergebnisse zwar vielversprechend sind, aber weitere große Studien nötig sind, um einen kausalen Zusammenhang zu beweisen.
Die goldene Mitte finden
Die aktuelle Diskussion verdeutlicht einen differenzierten Ansatz. Eine ausreichende Versorgung ist wichtig, doch eine unkontrollierte, hochdosierte Einnahme birgt erhebliche Risiken.
Die offiziellen Empfehlungen zielen auf eine sichere Grundversorgung ab. Eine pauschale Einnahme hochdosierter Präparate ohne Diagnose wird nicht empfohlen. Stattdessen raten Experten zu regelmäßigem Aufenthalt im Freien, einer ausgewogenen Ernährung und im Zweifel zum ärztlichen Rat für eine individuelle Dosierung.
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