Klingbeil, Verfahren

Klingbeil lĂ€sst Verfahren fĂŒr mehr Soldaten offen

22.10.2025 - 19:52:36

Vizekanzler Lars Klingbeil lĂ€sst offen, ob ein Losverfahren nötig ist oder alle jungen MĂ€nner wieder gemustert werden sollten, wenn es nicht genug Freiwillige fĂŒr die Bundeswehr gibt.

"Wir mĂŒssen alle Wege prĂŒfen, die Bundeswehr stark zu machen", sagte der SPD-Chef bei einem BĂŒrgergesprĂ€ch in Brandenburg an der Havel. "Da gucken wir jetzt nach den besten Wegen, wie wir das umsetzen können."

Der Vizekanzler und Finanzminister hĂ€lt StĂ€rke fĂŒr die richtige Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Die Gefahr durch Wladimir Putin ist sehr real", sagte Klingbeil mit Blick auf Russlands PrĂ€sidenten. Putin werde nicht aufhören, wenn er in der Ukraine fertig sei. "Es gibt eine Wahrscheinlichkeit, dass er weitermacht." Deshalb werde so viel in die Bundeswehr investiert.

Streit ĂŒber den Weg fĂŒr mehr Soldaten

Zum 1. Januar soll ein neues Wehrdienstgesetz in Kraft treten. ZunĂ€chst soll der Dienst auf Freiwilligkeit beruhen. Die Koalition ringt noch um die Ausgestaltung. In den vergangenen Tagen gab es Streit darĂŒber, welche Mechanismen greifen sollen, wenn sich nicht genĂŒgend Freiwillige fĂŒr die Bundeswehr finden und ob alle jungen MĂ€nner wieder gemustert werden sollen - das will Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).

Fachpolitiker von Union und SPD hatten vorgeschlagen, junge MĂ€nner per Losverfahren zur Musterung und wenn nötig spĂ€ter auch per Zufallsauswahl fĂŒr einen Pflichtdienst heranzuziehen, wenn die Freiwilligenzahlen zu gering bleiben. Eine Einigung der Fachpolitiker beider Seiten war von der SPD-Fraktion ausgebremst worden.

@ dpa.de