Vodafone, Kabelnetze

Vodafone und wilhelm.tel stellen Hamburger Kabelnetze um

24.01.2026 - 11:03:12

Frequenzumstellungen für schnelleres Internet zwingen Mieter zu Sendersuchläufen und stellen Hausverwaltungen vor technische und kommunikative Herausforderungen.

Vodafone und wilhelm.tel ordnen ihre Hamburger Kabelnetze neu. Die Frequenzumstellungen zwingen Mieter zum Sendersuchlauf und stellen Hausverwaltungen vor Herausforderungen. Die Maßnahmen sind Teil einer bundesweiten Modernisierungswelle.

Vodafones „Netzharmonisierung“ läuft

Der Branchenriese verschiebt aktuell TV- und Radiosender auf neue Frequenzen. Das Projekt begann im Juli 2025 und soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Ziel ist es, Kapazitäten für schnelleres Internet freizumachen.

  • Technischer Hintergrund: Durch das Verschieben von Sendern und das Abschalten alter analoger Restbestände schafft Vodafone Platz für DOCSIS-Upgrades. Diese sollen stabilere Gigabit-Geschwindigkeiten ermöglichen.
  • Folge für Mieter: Ohne einen manuellen Sendersuchlauf bleiben viele Programme schwarz. Moderne Geräte erkennen die Änderungen oft automatisch, ältere Modelle benötigen Hilfe.

Experten der Wohnungswirtschaft warnen, dass vor allem ältere Mieter technische Unterstützung brauchen könnten.

Wilhelm.tel passt Pakete an

Auch der lokale Anbieter wilhelm.tel startete mit Änderungen ins neue Jahr. Zum 1. Januar 2026 traten Anpassungen in den Pay-TV-Paketen „deluxe“ und „deluxe XL“ in Kraft. Diese folgen auf die Einstellung desStreaming-Dienstes TIVEE Ende 2025.

Die Modernisierung läuft schon länger: Bereits im November 2025 stellte wilhelm.tel die SD-Verbreitung der ZDF-Sender ein. Die ARD war diesem Schritt schon Anfang 2025 vorausgegangen. Für Wohnanlagen bedeutet der reine HD-Betrieb oft teure Hardware-Upgrades in der Haustechnik.

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Hausverwaltungen in der Pflicht

Die Umstellungen treffen Verwalter in einer sensiblen Phase. Seit die Kabelgebühren nicht mehr umlagefähig sind, managen sie zwar seltener Verträge, bleiben aber erster Ansprechpartner bei Störungen.

Die größte Herausforderung liegt in der Haustechnik. Hausverstärker und alte Verkabelungen, besonders in Bestandsbauten in Stadtteilen wie Eimsbüttel oder Harburg, müssen die neuen Frequenzbereiche passieren lassen. Andernfalls drohen Signalprobleme.

Verbandsempfehlungen lauten daher: proaktiv kommunizieren. Aushänge in Treppenhäusern und Hinweise in Mieterportalen können einen Ansturm auf die Hotlines verhindern.

Kampf um Bandbreite treibt Umbau an

Hinter den Umstellungen steht der harte Wettbewerb um Geschwindigkeit. Das Koaxialkabel wandelt sich von der TV-Leitung zur Datenautobahn. Lineares Fernsehen wird technisch „an den Rand“ gedrängt, um Platz für Internet-Traffic zu schaffen.

Die aktuelle „Aufräumaktion“ der Frequenzen bereitet die Netze auf den künftigen Standard DOCSIS 4.0 vor. Dieser soll perspektivisch bis zu 10 Gbit/s im Download ermöglichen.

Die Arbeiten werden die Wohnungswirtschaft noch bis Sommer 2026 beschäftigen. Der nächste Schritt steht dann schon bereit: die physische Ertüchtigung der Hausnetze für noch höhere Frequenzen.

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