E-Autos heben VW-VerkÀufe ins Plus und helfen Tochter Audi
10.10.2025 - 13:07:292,2 Millionen Fahrzeuge sind ein Plus von einem Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilt. Entscheidend fĂŒr das Plus ist dabei ein starker Zuwachs bei Elektroautos um knapp ein Drittel auf 252.100 Fahrzeuge.
Auch die VW DE0007664039-Tochter Audi profitierte von starken Elektroauto-VerkÀufen. Im dritten Quartal ging es sogar um satte 59 Prozent auf 62.049 Autos nach oben, getrieben vor allem von Deutschland, dem Rest Europas und Nordamerika.
Bei den IngolstĂ€dtern, die wie die ganze Branche unter hartem Wettbewerb und der Rabattschlacht auf dem chinesischen Markt sowie den US-Zöllen leiden, reichte das zwar nicht fĂŒr ein Plus bei den Gesamtauslieferungen. Immerhin ging es im dritten Quartal insgesamt nur noch um 2,6 Prozent auf 392.234 Autos nach unten. Das sah im laufenden Jahr schon schlechter aus.
Innerhalb des VW-Konzerns lĂ€uft es derzeit vor allem fĂŒr Skoda, Seat/Cupra und die Nutzfahrzeuge gut, die ĂŒber alle Antriebsarten deutliche ZuwĂ€chse vorweisen können. Der Truckbereich und Lamborghini verlieren dagegen deutlich, die Kernmarke leicht. Porsche hatte bereits am Donnerstag sinkende Zahlen vorgelegt - auch hier drĂŒckt China. Fast verdoppelte Elektroautozahlen dĂ€mpfen den Abstieg aber zumindest.
In China geht es abwÀrts
Schwach verlief das GeschĂ€ft des Wolfsburger Konzerns im wichtigen Markt China, wo er mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Anbieter kĂ€mpft. Insgesamt ĂŒbergab VW mit all seinen Marken dort 660.300 Fahrzeuge und damit 7,2 Prozent weniger. Hier waren auch die Elektroauto-AbsĂ€tze stark unter Druck - sowohl konzernweit als auch bei der Tochter Audi.
In Europa und den USA hingegen zogen die VerkĂ€ufe von vollelektrischen Autos stark an. Im Vorjahr war das GeschĂ€ft mit den Stromern in Europa unter anderem von gestutzten oder beendeten Förderprogrammen belastet worden. In den USA dĂŒrften dieses Jahr vorgezogene KĂ€ufe vor dem Aus von Kaufanreizen angetrieben haben.
Bei VW und auch Audi sieht die Entwicklung damit freundlicher aus als bei Mercedes. Die Schwaben hatten bereits am Montag fĂŒr das dritte Quartal einen AbsatzrĂŒckgang um 12 Prozent auf 525.300 ĂŒber die HĂ€ndler ausgelieferte Pkw und Vans gemeldet - vor allem, weil es in China und den USA schlechter gelaufen war.
Bei Elektroautos konnten sie den Absatz immerhin mit 42.600 in etwa stabil halten. Vergleicht man das mit dem zweiten Quartal, zeigt sich eine deutliche Verbesserung, die Mercedes auf erste Auslieferungen des neuen CLA zurĂŒckfĂŒhrt. Das vollelektrische Modell gehört zum Einstiegssegment und war im FrĂŒhjahr vorgestellt worden.
Die BMW-Zahlen fĂŒr das dritte Quartal, die die MĂŒnchner ebenfalls schon am Montag gemeldet hatten, sehen im Vergleich zunĂ€chst sehr viel besser aus. Auf Konzernebene - also inklusive Mini und Rolls-Royce steigerten sie ihren Absatz an die Kunden um knapp 9 Prozent auf 588.300 Autos.
Nach fĂŒnf RĂŒckgĂ€ngen in Folge war es fĂŒr BMW der erste Anstieg in einem Quartal seit eineinhalb Jahren. Doch der Anstieg ist trĂŒgerisch, denn das Vergleichsquartal aus dem Vorjahr war auĂergewöhnlich schlecht, weil BMW damals wegen Problemen mit einer Bremse zwischenzeitlich einige Modelle nicht ausliefern konnte.
Gewinnwarnung zeigt Unzufriedenheit bei BMW
Dass die MĂŒnchner insgesamt nicht zufrieden waren, zeigt auch, dass sie nur zwei Stunden nach der Meldung steigender Absatzzahlen eine Gewinnwarnung verschickten - unter anderem, weil die Entwicklung in China hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben war.
Anders als in den letzten Jahren konnte BMW auch bei E-Autos nicht glĂ€nzen. Hier ging es im dritten Quartal sogar minimal nach unten. Mit 102.864 Stromern liegen die MĂŒnchner allerdings noch immer weit vor Mercedes und Audi.

