Europa Schluss: Leichte Verluste überwiegen zum Wochenbeginn
06.07.2026 - 18:18:27 | dpa.deDer Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 erklomm am Montag im frühen Handel zwar erneut ein Rekordhoch, drehte danach aber ins Minus und schloss 0,23 Prozent tiefer bei 6.398,01 Punkten. Gemieden wurden von den Investoren vor allem die als defensive Investments geltenden Sektoren Versorgung, Gesundheit und Lebensmittel.
Auch außerhalb des Euroraums war für die Optimisten am Markt nicht viel zu holen: Bei einem ruhigen Handel gab der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,26 Prozent auf 10.651,77 Zähler nach. Für den schweizerischen SMI CH0009980894 ging es um 0,85 Prozent auf 14.302,26 Punkte abwärts. Hier belasteten überdurchschnittliche Verluste der beiden Pharmariesen Roche CH0012032048 und Novartis CH0012005267.
Aktien aus der europäischen Rüstungsbranche erhielten neben dem anstehenden Nato-Gipfel auch Auftrieb von einem Übernahmevorhaben in Frankreich. Der Luft- und Raumfahrtkonzern Thales FR0000121329 will sich im Bereich der Kriegsführung unter Wasser sowie im Navigationsbereich stärken und deshalb den Unterwasserdrohnen-Spezialisten Exail Technologies FR0000062671 erwerben. Die Thales-Papiere stiegen zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Ende April. Exail gewannen in der Spitze gut 4 Prozent auf 127,60 Euro, blieben damit aber unter dem geplanten Angebotspreis von 134 Euro je Exail-Aktie.
Die Aktien von Easyjet GB00B7KR2P84 reagierten mit einem Kurssprung auf den höchsten Stand seit fast viereinhalb Jahren auf ein von der Billigfluglinie akzeptiertes Übernahmeangebot des US-Investors Castlelake. Um gut neun Prozent auf 610 Pence schnellten die Papiere der Briten nach oben. Wie beide Unternehmen mitteilten, stimmte Easyjet einer fünften Kaufofferte von Castlelake über 690 Pence je Aktie "im Grundsatz" zu. Die anderen Gebote - zuletzt 650 Pence - hatte der Billigflieger sämtlich als nicht werthaltig genug abgelehnt.
Die Anteilsscheine von ITV GB0033986497 schlossen kaum verändert, nachdem sich die TV-Senderkette mit dem PayTV-Unternehmen Sky auf den Verkauf der ITV-Sparte Media & Entertainment für umgerechnet mehr als 1,8 Milliarden Euro geeinigt hatte. Entstehen soll der Mitteilung von Sky zufolge ein führender britischer Streaming-Anbieter als Alternative zu den globalen Streaming-Giganten.
