ROUNDUP, Klimaschutz

Wie weiter beim Klimaschutz? Kanzler Merz bezieht Stellung

22.04.2026 - 06:24:01 | dpa.de

Vor dem Hintergrund der weltweiten Energiekrise und der Wirtschaftsflaute in Deutschland hÀlt Bundeskanzler Friedrich Merz heute Nachmittag eine Rede zur Klimapolitik.

Zum Abschluss des Petersberger Klimadialogs dĂŒrfte der CDU-Chef Stellung beziehen, wie es beim Ausbau der erneuerbaren Energien und dem Umbau der deutschen Industrie weitergeht.

Erwartet wird zur hochrangig besetzten Schlussrunde der Konferenz auch der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol. Er soll eine EinschĂ€tzung zur Lage der EnergiemĂ€rkte geben. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft sollen darlegen, welche Rahmenbedingungen aus ihrer Sicht fĂŒr eine erfolgreiche Klimapolitik nötig sind. Darunter sind Manager der Salzgitter AG DE0006202005, des Baustoffkonzerns Cemex und der International Investors Group on Climate Change.

Etwa 30 Staaten beraten

Begonnen hatte der Petersberger Klimadialog am Dienstag. Auf Einladung von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) beraten etwa 30 Staaten ĂŒber den internationalen Klimaschutz und den Umstieg von klimaschĂ€dlichen Energien wie Öl, Gas oder Kohle auf Erneuerbare. Die Konferenz dient auch der Vorbereitung des nĂ€chsten Weltklimagipfels in der TĂŒrkei im November.

Wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs und der stark gestiegenen Preise fĂŒr Öl und Gas forderte nicht nur Schneider eine schnelle Energiewende. Die Klimapolitik liefere Lösungen, um die AbhĂ€ngigkeit von Importen zu verringern, sagte Schneider. LĂ€ngst gebe es mit erneuerbaren Energien, ElektromobilitĂ€t und WĂ€rmepumpen gute Gegenmittel. Die fossile Energiekrise werde als Beschleuniger wirken, sagte Schneider am ersten Konferenztag.

Unstimmigkeiten in Deutschland

Deutschland hat sich international ambitionierte Klimaziele gesetzt. Schon bis 2030 soll das Land 65 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990, bis 2045 soll es klimaneutral werden. Zugleich plant Schwarz-Rot, strikte EU-Vorgaben fĂŒr Autos mit Verbrenner zu lockern und mehr Spielraum fĂŒr Heizungen mit fossilen Brennstoffen zu lassen. In der Regierung gibt es auch Unstimmigkeiten ĂŒber Tempo und Förderung der erneuerbaren Energien.

Die GrĂŒnen kritisieren dies. Schneider werde von seiner eigenen Bundesregierung komplett kaltgestellt, meinte Parteichef Felix Banaszak in der "Rheinischen Post". "Wir können nicht der Welt etwas von Klimapartnerschaften erzĂ€hlen, wĂ€hrend Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin (Katherina) Reiche im eigenen Land die Klima-Erfolge der letzten Jahre innerhalb weniger Monate abreißen wollen."

Schneider verteidigt Politik

Schneider selbst verteidigte die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung. In seinem Klimaschutzprogramm seien acht Milliarden Euro zusĂ€tzlich fĂŒr die nĂ€chsten Jahre vorgesehen. Die Änderungen beim Verbrenner bedeuteten, dass statt 100 Prozent Elektrifizierung bei Autos 2035 nur 97 erreicht wĂŒrden - damit könne er leben. Bei Heizungen bleibe wegen des steigenden CO2-Preises das Signal: "Steig um." Beim GebĂ€udemodernisierungsgesetz werde es einen starken Mieterschutz geben, sagte Schneider am Dienstag. Er sei zufrieden.

Merz hatte beim Klimagipfel im brasilianischen Belém im November 2025 eine Rede zur internationalen Klimapolitik gehalten. Dort betonte er, Deutschland stehe zu den nationalen und europÀischen Klimazielen. "Um diese zu erreichen, setzen wir auf Innovation und auf Technologie, wenn es darum geht, WettbewerbsfÀhigkeit mit Klimaschutz und sozialer Ausgewogenheit zu verbinden", sagte er damals.

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