Selenskyj drÀngt auf höhere Stromimporte
15.01.2026 - 21:07:05"Vor allem damit der Import von Strom und aller Möglichkeiten fĂŒr die Reserveversorgung erhöht wird", sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. DafĂŒr sei auch eine stĂ€rkere Kooperation zwischen den örtlichen Regierungsorganen und den Energieunternehmen notwendig. Er kĂŒndigte tĂ€gliche Beratungen mit Regierungsmitgliedern und regionalen Verantwortlichen zur Lage im Energiesektor an.
Gesondert habe es zudem eine Beratung mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und dem Chef der LuftstreitkrĂ€fte Anatolij Krywonoschko zum Schutz der Energieanlagen gegeben. "Heute gab es erneut heftige RaketenschlĂ€ge auf Charkiw, eben auf die kritische Infrastruktur. Drohnen flogen heute frĂŒh und jetzt am Abend auf Kiew", stellte Selenskyj fest.
Schwer sei die Lage auch im Grenzgebiet zu Russland und den Gebieten Dnipropetrowsk und Odessa. Er kĂŒndigte neue GesprĂ€che mit VerbĂŒndeten an, um eine StĂ€rkung der Flugabwehr zu erreichen. Dabei habe er bereits mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte ĂŒber den Kauf von Raketen fĂŒr Flugabwehrsysteme gesprochen.
Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Seit dem Herbst hat das russische MilitÀr seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen intensiviert. Das osteuropÀische Land kann dabei nach Angaben des staatlichen Stromnetzbetreibers Ukrenergo bis zu 2.450 Megawatt zur Deckung seines Defizits Strom aus den EU-Nachbarstaaten Polen, RumÀnien, Slowakei und Ungarn importieren.

