Das ist der Stand zum Iran-Deal aus US-Sicht
15.06.2026 - 20:29:57 | dpa.deWas ist bislang festgezurrt und woran hakt es noch? Die aktuelle Lage aus US-Sicht:
* Unterzeichnung des Dokuments: US-PrĂ€sident Donald Trump und VizeprĂ€sident JD Vance haben laut einem hochrangigen Regierungsbeamten das entsprechende Dokument bereits digital unterzeichnet. Von iranischer Seite habe der ParlamentsprĂ€sident und ChefunterhĂ€ndler Mohammed Bagher Ghalibaf unterschrieben. Aus Teheran gab es zunĂ€chst keine BestĂ€tigung dafĂŒr.
* Wer kommt zur Unterzeichnung in die Schweiz? Trump schickt seinen Vize JD Vance, wie er auf dem G7-Gipfel am Genfersee bekanntmachte. Trump lieĂ offen, ob er selbst in irgendeiner Weise beteiligt sein werde. Medienberichten zufolge soll Genf Ort der Unterzeichnung sein.
* Inhalt des Rahmenabkommens: Der konkrete Text des sogenannten Memorandum of Understanding soll binnen der kommenden 24 bis 48 Stunden veröffentlicht werden. "Wir wollen vollstÀndige Transparenz haben", sagte ein US-Regierungsbeamter am Mittag (US-Zeit).
* Wie es weitergeht: In dieser Woche soll es GesprĂ€che geben, in denen es auch darum gehen soll, ob bestimmte eingefrorene Gelder des Irans unter Auflagen freigegeben werden - etwa dann, wenn Teheran bestimmte Bedingungen erfĂŒllt hat. Im GesprĂ€ch ist etwa der Zugang zu einem 300 Milliarden US-Dollar schweren Fonds zum Wiederaufbau des Landes. US-VizeprĂ€sident JD Vance soll die US-Delegation anfĂŒhren.
* US-StreitkrĂ€fte: WĂ€hrend der laufenden Verhandlungen soll US-Angaben zufolge die aktuelle TruppenprĂ€senz beibehalten werden. Man hoffe, sie schrittweise zu reduzieren, aber noch nicht jetzt. Man wolle erst sehen, ob die Iraner ihre Zusagen einhielten. Eine Reduzierung der MilitĂ€rprĂ€senz wĂŒrde erst im Falle eines finalen Abkommens infrage kommen.
* Die Rolle des Omans als Vermittler: Ein US-Regierungsbeamter Ă€uĂerte sich deutlich unzufrieden mit der Arbeit des Omans als Mediator: "Wir hatten den Eindruck, dass sie sehr doppelzĂŒngig waren und sich in ihrer Vorgehensweise fast so verhielten, als wĂ€ren sie Angestellte der Iraner", sagte er.
* Der Konflikt zwischen Israel und dem Libanon: Der RĂŒckzug israelischer Truppen aus dem Libanon sei keine Bedingung fĂŒr das Rahmenabkommen gewesen, betonte ein US-Regierungsbeamter. Er verdeutlichte, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung habe, sollte der Iran die ihm nahestehende Hisbollah-Miliz im Libanon nicht unter Kontrolle halten können und diese Israel angreifen.
