Germany Trade & Invest / Vorgezogene Parlamentswahlen in Portugal
15.05.2025 - 15:23:07Vorgezogene Parlamentswahlen in PortugalBerlin, Lissabon, Madrid (ots) - Nach Jahren politischer Unstetigkeit und demZusammenbruch der Mitte-Rechts-Minderheitsregierung von MinisterprĂ€sident LuĂsMontenegro im MĂ€rz hofft Portugal auf stabilere politische VerhĂ€ltnisse.
Die aktuellen Umfragen zu den vorgezogenen Parlamentswahlen am 18.5. deutendarauf hin, dass die bĂŒrgerliche Aliança DemocrĂĄtica (AD) unter LuĂs Montenegroeine relative Mehrheit erzielen könnte. Gleichzeitig wird erwartet, dass dierechtsgerichtete Partei Chega von AndrĂ© Ventura als drittstĂ€rkste Kraft insParlament einzieht, was die Regierungsbildung erschweren könnte.
"Trotz schwieriger politischer VerhĂ€ltnisse hat sich Portugal in den letztenJahren wirtschaftlich stabilisiert. Seine Wirtschaftsleistung soll lautPrognosen der EU-Kommission 2025 um real 1,9 Prozent wachsen, was ĂŒber demDurchschnitt der Eurozone liegt. Wachstumstreiber ist weiterhin der privateKonsum, den eine höhere BeschĂ€ftigungsquote und hohe Reallöhne stĂ€rken.Zugutekommt der portugiesischen Wirtschaft aktuell auch ihre starke Verflechtungmit Spanien. Das Nachbarland ist die wichtigste Exportdestination fĂŒrportugiesische Unternehmen und der wichtigste auslĂ€ndische Investor inPortugal", so Friedrich Henle von Germany Trade & Invest in Madrid.
"Daneben geben EU-Fördermittel der portugiesischen Wirtschaft Impulse. SieflieĂen vor allem in Infrastruktur, Industrie und erneuerbare Energien. BeimAusbau der Infrastruktur stehen unter anderem Schienenbauprojekte und der Neubaudes Flughafens Lissabon auf der Agenda. Die Investitionen in die Energiewendebefinden sich weiterhin auf hohem Niveau. 2024 stammten bereits 71 Prozent desverbrauchten Stroms aus lokalen erneuerbaren Quellen. Industrieunternehmenreagieren auf die gute wirtschaftliche Lage und investieren in ihre AusrĂŒstung.Zudem könnte Portugal in den nĂ€chsten Jahren eine gröĂere Rolle fĂŒr dieBatterieherstellung in Europa erlangen. Mehrere Minenprojekte fĂŒr denAusgangsstoff Lithium befinden sich in der Vorbereitung", so Henle weiter.
Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftspartner und nach Spanien derzweitwichtigste Beschaffungsmarkt fĂŒr Portugal. Zugleich stellt Deutschland dendrittwichtigsten Exportmarkt fĂŒr portugiesische Produkte dar. Warenlieferungenin diese Richtung haben 2024 um 13 Prozent zugenommen.
Deutsche Unternehmen halten an den auslĂ€ndischen Direktinvestitionen in Portugalrund 5 Prozent. Eines der gröĂten auslĂ€ndischen Investitionsprojekte ist dasVolkswagen-Werk in Pamela. Der Konzern hat beschlossen, das neue ElektromodellID.1 dort ab 2027 in Serie zu produzieren.
Weitere Informationen finden Sie in den GTAI-BeitrÀgen zur Wirtschaft inPortugal (https://www.gtai.de/de/trade/portugal-wirtschaft) .
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