Vorschussbetrug erobert WhatsApp und Telegram
26.01.2026 - 08:52:12Eine der ältesten digitalen Betrugsmaschen kehrt zurück – direkt aufs Smartphone. Der klassische „419-Vorschussbetrug“ verlagert sich von E-Mails auf Messenger wie WhatsApp und Telegram. Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden warnen vor der gefährlichen Renaissance dieser Masche.
Die direkte Ansprache auf dem persönlichen Handy erhöht die Glaubwürdigkeit und den psychologischen Druck enorm. Opfern werden hohe Geldsummen aus angeblichen Erbschaften oder Lotteriegewinnen versprochen. Zur „Freischaltung“ müssen sie jedoch erst Gebühren zahlen.
Vom Massen-Spam zur persönlichen Falle
Früher landeten die Betrugsversuche meist im E-Mail-Postfach. Moderne Spam-Filter fingen viele ab. Heute umgehen die Täter diese Hürden: Ihre Nachrichten erscheinen direkt auf dem Sperrbildschirm.
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Die Masche ist unter dem Namen „Nigeria-Connection“ bekannt, doch die Täter agieren global. Sie nutzen gefälschte Profile und gestohlene Fotos, um Seriosität vorzutäuschen. Die Geschichten werden immer ausgefeilter und passen sich aktuellen Ereignissen an.
Warum ist die Masche so erfolgreich? Sie spielt mit menschlichen Schwächen. Die Aussicht auf schnellen Reichtum kann die kritische Urteilsfähigkeit ausschalten. Die persönliche Chat-Kommunikation baut zudem eine trügerische Vertrautheit auf.
Neue Betrugswelle auf Messengern
Neben dem klassischen Vorschussbetrug grassieren weitere Maschen auf den Plattformen:
- Betrügerische Jobangebote: In Gruppenchats werden hohe Verdienste für simples Liken oder Teilen versprochen. Anfangs zahlen die Täter sogar kleine Beträge aus, um Vertrauen zu schaffen. Dann folgen die Forderungen nach Investitionen für „Premium-Aufgaben“.
- Anlagebetrug in Trading-Gruppen: Selbsternannte Finanzgurus locken mit todsicheren Tipps für Krypto oder Aktien. Die Opfer landen auf gefälschten Handelsplattformen, wo anfängliche „Gewinne“ zu größeren Einzahlungen verleiten sollen.
- Romance- oder Love Scams: Hier bahnen Betrüger eine romantische Beziehung an, um später unter einem Vorwand Geld zu erbitten.
Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt seit Längerem vor der Zunahme dieser Delikte. Die Professionalisierung der Täter ist hoch: Sie verwenden gefälschte Dokumente und Websites, um ihre Geschichten zu untermauern.
So schützen Sie sich vor der Betrugswelle
Die internationale Organisation der Tätergruppen erschwert die Strafverfolgung. Einmal überwiesenes Geld ist meist sofort weg. Daher ist Vorbeugung der beste Schutz.
Experten von Polizei und Verbraucherzentralen geben klare Empfehlungen:
- Nie Geld an Unbekannte überweisen. Egal wie verlockend das Angebot oder dramatisch die geschilderte Notlage ist.
- Unaufgeforderte Nachrichten skeptisch behandeln. Unbekannte Nummern am besten sofort blockieren und beim Messenger-Dienst melden.
- Keine Links anklicken oder persönliche Daten preisgeben.
- Bei bereits geleisteten Zahlungen sofort die Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die Betrüger werden ihre Methoden weiter verfeinern. Künftig könnten sogar Deepfake-Stimmen oder Videos die Betrugsversuche noch überzeugender machen. Die Wachsamkeit der Nutzer bleibt die wichtigste Verteidigungslinie.
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