ROUNDUP, Vossloh

Vossloh wird für 2026 noch pessimistischer - Belebung im Schlussquartal

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 12:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Bahntechnik-Anbieter Vossloh DE0007667107 wird nach einem Gewinnrückgang im Sommer noch etwas pessimistischer für das laufende Jahr.

Verschobene Projekte und einmalige Kosten dürften den operativen Gewinn belasten. Allerdings berichtete das Management bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Donnerstag von einer "deutlichen Belebung im Jahresschlussquartal". An der Börse ging es für die Vossloh-Aktie jedoch aufwärts.

Am späten Vormittag lag das im Kleinwerteindex SDax notierte Papier knapp mit 1,4 Prozent im Plus bei 51,85 Euro. Allerdings hat die Aktie im bisherigen Jahresverlauf fast ein Drittel an Wert verloren. Schon vor der Gewinnwarnung vom Juli war es für das Papier abwärts gegangen.

Jetzt sieht Vorstandschef Oliver Schuster den Konzern zwar auf Kurs, etwa die Mitte der im Juli gesenkten Zielspanne von 1,51 bis 1,61 Milliarden Euro zu erreichen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte jedoch wegen verschobener Projekte und einmaliger Kosten eher im unteren Bereich der angekündigten Spanne von 100 bis 110 Millionen Euro landen.

"Der Markt für Bahninfrastruktur ist weiterhin intakt", sagte Schuster. Allerdings belasteten die geopolitischen Spannungen in weiten Teilen der Welt die Profitabilität des Unternehmens. Daher sei es umso wichtiger, dass Vossloh die Weichen für die Zukunft richtig stelle und sein Angebot an digitalen Lösungen weiter ausbaue.

Im bisherigen Jahresverlauf verdankte Vossloh seine Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang allerdings besonders der Übernahme des französischen Betonschwellenherstellers Sateba, der erstmals in die Konzernzahlen einging. Im dritten Quartal legte der Auftragseingang zwar nur leicht auf 326 Millionen Euro zu. Doch der Auftragsbestand Ende September lag mit 1,15 Milliarden Euro fast 22 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Vosslohs Umsatz stieg im dritten Jahresviertel auch wegen Sateba um mehr als 15 Prozent auf knapp 377 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) ging jedoch um mehr als ein Fünftel auf gut 24 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich stand mit 9,4 Millionen Euro nur gut halb so viel Gewinn wie im Vorjahreszeitraum in den Büchern.

Disclaimer...
de | DE0007667107 | ROUNDUP | boerse | 70393135 |