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Vulcan Energy Aktie: 2,2 Milliarden Euro Finanzierung freigegeben

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vulcan Energy beginnt mit dem Hochbau des Kraftwerks Lionheart, wÀhrend die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert.

Vulcan Energy: Bau des Geothermie-Kraftwerks Lionheart gestartet
Geothermische Energieanlage in einer grĂŒnen Landschaft bei Sonnenuntergang als Symbol fĂŒr nachhaltige Investitionen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Bagger rollen an, Fundamente werden gegossen – und trotzdem bleibt der Kurs am Boden. Bei Vulcan Energy klaffen operativer Fortschritt und Börsenbewertung gerade auffĂ€llig auseinander.

Am Montag hat das Unternehmen den offiziellen Start der Hochbauarbeiten an seinem Geothermie-Kraftwerk „Lionheart" im rheinland-pfĂ€lzischen Landau bestĂ€tigt. Auf dem zehn Hektar großen GelĂ€nde im Industriepark MessegelĂ€nde SĂŒdost werden nun die Fundamente gegossen und die Betonarbeiten fĂŒr die KraftwerksgebĂ€ude sowie die Prozessanlagen vorbereitet. Nach der reinen Erdvorbereitung ist das der nĂ€chste konkrete Baustein im Aufbau der Anlage.

Lionheart als HerzstĂŒck der Strategie

Lionheart bildet die erste Phase von Vulcans Produktionsstrategie. Das Werk soll jĂ€hrlich 24.000 Tonnen batteriefĂ€higes Lithiumhydroxid-Monohydrat liefern – genug fĂŒr rund 500.000 Elektrofahrzeug-Batterien. ZusĂ€tzlich produziert die Anlage 275 Gigawattstunden Ökostrom und 560 Gigawattstunden WĂ€rme pro Jahr fĂŒr lokale Netze, ausgelegt auf eine Projektlaufzeit von etwa 30 Jahren.

Der Baustart folgt auf einen wichtigen finanziellen Meilenstein. Am 15. Juli 2026 erfĂŒllte Vulcan die ersten Bedingungen fĂŒr den Abruf seines 2,2-Milliarden-Euro-Finanzierungspakets fĂŒr die erste Phase. Das Paket umfasst eine KreditfazilitĂ€t ĂŒber 1,185 Milliarden Euro, getragen von einem Konsortium aus 13 Gebern, darunter die EuropĂ€ische Investitionsbank, ergĂ€nzt um Eigenkapitalanteile strategischer Partner.

Markt bleibt skeptisch

Auf diese Fortschritte reagiert die Börse bislang kaum. Die Aktie schloss am Montag bei 1,62 Euro, ein Plus von 0,93 Prozent – liegt damit aber nur 1,25 Prozent ĂŒber ihrem 52-Wochen-Tief von 1,60 Euro, erreicht erst am 24. Juli. Seit Jahresbeginn hat das Papier 36,48 Prozent verloren.

Auch die technischen Signale zeigen den anhaltenden AbwĂ€rtstrend. Der 14-Tage-RSI notiert bei 31,6 und rĂŒckt die Aktie in die NĂ€he einer ĂŒberverkauften Zone. Marktbeobachter fĂŒhren die Diskrepanz zwischen gesicherter Finanzierung und schwacher Kursentwicklung vor allem auf die lange Vorlaufzeit zurĂŒck: Die kommerzielle Produktion wird erst fĂŒr 2028 erwartet.

Der nĂ€chste Termin, der Klarheit bringen könnte, ist bereits gesetzt. Am 30. Juli veröffentlicht Vulcan Energy seinen Quartalsbericht fĂŒr das zweite Quartal. Anleger erwarten darin vor allem Details zum Cashflow-Management und zum Baufortschritt – sowohl am Extraktionsstandort in Landau als auch an der nachgelagerten Verarbeitungsanlage in Frankfurt.

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