Vulcan Materials Aktie: Preismacht schlÀgt Regen
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 14:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Starkregen in Texas, steigende Energiekosten, dazu ein schwĂ€chelndes Nicht-Aggregate-GeschĂ€ft â und trotzdem liefert Vulcan Materials Zahlen, die ĂŒber den Erwartungen liegen. Der gröĂte Zuschlagstoff-Produzent der USA zeigt im zweiten Quartal, dass Preisdisziplin mehr wiegt als operative Widrigkeiten.
Der Umsatz kletterte auf 2,156 Milliarden Dollar, ein Plus von rund 3 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 2,59 Dollar, nach 2,45 Dollar im Vorjahr â und ĂŒbertraf damit die Markterwartung von Analysten. Das KerngeschĂ€ft mit Splitt, Sand und Kies bleibt der Wachstumstreiber.
Preise ziehen, Kosten auch
Im Aggregates-Segment, dem HerzstĂŒck des Konzerns, wuchsen die Versandmengen im Jahresvergleich nur um 1 Prozent. Grund dafĂŒr waren heftige RegenfĂ€lle in Texas und sĂŒdöstlichen MĂ€rkten, die im Mai und Juni die Auslieferung bremsten. Ausgeglichen wurde das durch die Preisseite: Die frachtbereinigten Verkaufspreise legten mixbereinigt um 5 Prozent zu.
Die Kehrseite zeigt sich bei den Kosten. Die frachtbereinigten Kassenkosten pro Tonne stiegen um 7 Prozent, gröĂtenteils wegen höherer Dieselpreise. Ohne diesen Effekt hĂ€tten sich die Kosten nur um 3 Prozent erhöht â ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen abseits der Energiekomponente seine Kostenbasis im Griff hat. Der Kassen-Rohertrag pro Tonne kletterte dennoch auf ĂŒber 12 Dollar, ein Rekordwert fĂŒr das Unternehmen.
SchwĂ€cher entwickelte sich das Nicht-Aggregate-GeschĂ€ft mit Asphalt und Beton. Hier drĂŒckten höhere FlĂŒssigasphalt-Kosten und wetterbedingt niedrigere Liefermengen auf die Marge, auch wenn die Asphaltsparte mit 15 Prozent Bruttomarge stabil blieb. ZusĂ€tzlich beeinflusste der Verkauf der kalifornischen Beton-AktivitĂ€ten, der Anfang Juni abgeschlossen wurde, die Vergleichsbasis zum Vorjahr.
Bilanz gibt Spielraum fĂŒr ZukĂ€ufe
Vulcan hat im Quartal die KapitalrĂŒckfĂŒhrung an AktionĂ€re fortgesetzt: 250 Millionen Dollar flossen in AktienrĂŒckkĂ€ufe, weitere 68 Millionen Dollar in Dividenden. Parallel wurde das Portfolio umgebaut â neben dem Konzernausstieg aus dem kalifornischen BetongeschĂ€ft kaufte das Unternehmen einen Steinbruch in Colorado und einen Bahnhof in Dallas-Fort Worth hinzu.
Die Verschuldung liegt mit dem 1,9-Fachen des bereinigten EBITDA unterhalb der eigenen Zielspanne von 2,0 bis 2,5. CEO Ronnie Pruitt betonte, die Pipeline fĂŒr strategische Ăbernahmen bleibe aktiv, das Unternehmen habe finanzielle FlexibilitĂ€t fĂŒr werthaltige Gelegenheiten.
FĂŒr das Gesamtjahr bestĂ€tigte der Konzern seine Prognose: Das bereinigte EBITDA soll zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Dollar liegen. Pruitt verwies dabei auf ein weiterhin unterstĂŒtzendes Baukonjunkturumfeld, das sowohl Preiswachstum als auch Volumensteigerungen im laufenden Jahr stĂŒtzen soll.
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