Bestellungen, E-Polo

VW meldet mehr als 30.000 Bestellungen fĂŒr E-Polo

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 09:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Volkswagen DE0007664039 hat nach eigenen Angaben bislang mehr als 30.000 Bestellungen fĂŒr den vollelektrischen Polo erhalten.

Das ĂŒbertreffe die ursprĂŒnglichen Erwartungen deutlich, insbesondere in Deutschland, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Seit Ende April ist der Kleinwagen bestellbar - in den VerkaufsrĂ€umen der HĂ€ndler steht der ID. Polo allerdings erst seit wenigen Tagen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Der E-Polo kostet in der Basisversion knapp unter 25.000 Euro. Bestellbar war zunĂ€chst aber nur eine besser ausgestattete Variante mit grĂ¶ĂŸerer Batterie fĂŒr deutlich mehr als 30.000 Euro. Die Basisversion des Autos mit kleinem Akku und weniger PS können Kunden seit Juli ordern.

Hohe Nachfrage sorgt fĂŒr lĂ€ngere Wartezeiten

Hergestellt wird der ID. Polo im spanischen Werk Martorell bei Barcelona. Wie die VW DE0007664039-Sprecherin weiter mitteilte, kommt es wegen der hohen Nachfrage und der zunĂ€chst langfristig geplanten ProduktionskapazitĂ€ten aktuell zu lĂ€ngeren Lieferzeiten. Man arbeite daran, die Produktion schrittweise hochzufahren. Wie lange Kunden aktuell warten mĂŒssen, sagte sie nicht. Der konkrete Liefertermin hĂ€nge von der Ausstattung ab. Vorkonfigurierte Fahrzeuge könnten hingegen ab sofort bei VW-HĂ€ndlern ohne Wartezeit gekauft werden.

FĂŒr den ID. Polo und seine Schwestermodelle VW ID. Cross, ?koda Epiq und Cupra Raval liegen demnach inzwischen mehr als 100.000 Vorbestellungen vor. Auch die anderen Modelle werden aus KostengrĂŒnden in Spanien gebaut. Mit den vier Kleinwagen will der Autokonzern das elektrische Einstiegssegment erschließen. 2027 soll dann ein noch gĂŒnstigeres Modell mit dem Arbeitstitel ID. Every1 fĂŒr etwa 20.000 Euro folgen, als Nachfolger des 2023 eingestellten Kleinstwagens VW Up. Gebaut wird er in Portugal.

SchÀfer: Treffen Erwartungen vieler Kunden

Die Nachfrage zeige, dass man mit der Fahrzeugfamilie die Erwartungen vieler Kundinnen und Kunden treffe, teilte VW-Markenchef Thomas SchÀfer mit. Man habe gemeinsam vier eigenstÀndige Fahrzeuge entwickelt, die den Charakter ihrer Marken bewahrten und zugleich die StÀrken der Zusammenarbeit nutzten. Die Modelle der Fahrzeugfamilie teilen mehr als 80 Prozent der Komponenten und Technologien, unterscheiden sich demnach aber unter anderem beim Design, dem Fahrerlebnis und bestimmten Funktionen.

Der Autokonzern leidet aktuell unter sinkenden Verkaufszahlen. Im ersten Halbjahr gingen die Auslieferungen aller Marken weltweit um 6,3 Prozent auf gut 4,1 Millionen Fahrzeuge. Auch die Zahl der verkauften E-Autos ging zurĂŒck. In Europa konnte VW den Absatz reiner Stromer dagegen um 8,4 Prozent auf 377.000 Fahrzeuge steigern. Auch der Bestand an Bestellungen fĂŒr E-Autos wuchs in Europa seit Jahresbeginn deutlich.

Experte: Der Schuss muss sitzen

Der ID. Polo ist Branchenexperte Stefan Bratzel zufolge ein wichtiges Modell fĂŒr Volkswagen. "Der Schuss im Elektro-Kleinwagensegment muss jetzt sitzen", teile der Direktor des Centers of Automotive Management in Bergisch Gladbach mit. Positiv sei, dass QualitĂ€t und Anmutung bei VW wieder stimmten. In der jĂŒngeren Vergangenheit habe es dort Defizite gegeben.

Der ID. Polo komme zwar spÀt, möglicherweise aber noch rechtzeitig, weil der Markthochlauf der Elektro-MobilitÀt an Fahrt gewinne. Entscheidend werde sein, ob Kunden angesichts des zunehmenden Wettbewerbs aus China das Preis-Leistungs-VerhÀltnis akzeptieren werden, erklÀrte Bratzel.

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