Wadephul, Mauretanien

Wadephul startet nach Mauretanien, Nigeria und SĂŒdafrika

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 06:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Außenminister Johann Wadephul verstĂ€rkt angesichts der protektionistischen US-Politik und einem aggressiven Kurs Chinas sein Werben um Partner auf dem afrikanischen Kontinent.

"Gerade in Zeiten globaler geopolitischer Verwerfungen ist eine verlĂ€ssliche Zusammenarbeit mit unseren afrikanischen Partnern wichtig", erklĂ€rte der CDU-Politiker vor Besuchen in Mauretanien, Nigeria und SĂŒdafrika. Es ist die dritte Afrikareise Wadephuls in diesem Jahr. Im Januar war er in Kenia und Äthiopien, Ende April in Marokko.

Europa und Afrika seien politisch, wirtschaftlich und in Sicherheitsfragen eng verbunden, man stehe vor Ă€hnlichen Herausforderungen, betonte der Bundesaußenminister. Alle profitierten von fairen Handelspartnerschaften und frei befahrbaren Seewegen. Man benötige eine zuverlĂ€ssige Versorgung mit kritischen Rohstoffen, wolle die Chancen geordneter Migration nutzen und die Lebensgrundlagen gegen Klimawandel schĂŒtzen. Um die Freiheit der Menschen zu sichern, mĂŒssten Extremismus und Terrorismus bekĂ€mpft werden.

Wadephul: Bereit zur stĂ€rkeren UnterstĂŒtzung Mauretaniens

Mauretanien, sein erstes Reiseziel, lobte Wadephul als stabilen Staat und verlĂ€sslichen Partner in einer hochgradig fragilen Region. Die Dauerkrise im Sahel stelle das Land vor immense humanitĂ€re und Sicherheits-Herausforderungen. Deutschland sei bereit, hier noch stĂ€rker zu unterstĂŒtzen. Das westafrikanische FĂŒnf-Millionen-Einwohnerland hat mindestens 320.000 FlĂŒchtlinge aus dem Nachbarland Mali aufgenommen.

In der Hauptstadt Nouakchott will Wadephul mit PrĂ€sident Mohamed Ghazouani und Außenminister Mohamed Merzoug zu Beratungen zusammenkommen. Beim Besuch des UN-BĂŒros fĂŒr VerbrechensbekĂ€mpfung geht es vor dem Hintergrund der Gewalt islamistischer Terrorgruppen in der Sahelregion um ExtremismusprĂ€vention und Deradikalisierung. Als letzter Außenminister vor Wadephul hatte der heutige BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier das Land im November 2006 besucht. 2023 war die damalige Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) in Mauretanien.

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