Warum Niedersachsen als einziges Bundesland heute fÀhrt
02.02.2026 - 09:49:27Grund ist die sogenannte Friedenspflicht, die fĂŒr die rund 5.000 BeschĂ€ftigten im niedersĂ€chsischen kommunalen Nahverkehr weiterhin gilt.
Lediglich in Niedersachsen wird nicht gestreikt
In weiten Teilen Deutschlands mĂŒssen sich Berufspendler und SchĂŒler am Montag auf erhebliche EinschrĂ€nkungen einstellen. Nach Angaben von Verdi bleiben vielerorts Busse sowie StraĂen-, U- und Stadtbahnen in den Depots. Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben 15 BundeslĂ€nder. Lediglich in Niedersachsen werde nicht gestreikt, teilte Verdi mit.
Hintergrund ist der Stand der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. In Niedersachsen lĂ€uft der geltende Tarifvertrag noch - deshalb sind MaĂnahmen des Arbeitskampfes derzeit ausgeschlossen. Diese Friedenspflicht untersagt Streiks wĂ€hrend der Laufzeit eines Tarifvertrags und soll beiden Seiten Planungssicherheit geben.
KĂŒndigung des Tarifvertrags wurde Arbeitgebern zu spĂ€t zugestellt
Die KĂŒndigung des Tarifvertrags sei den Arbeitgebern in Niedersachsen zu spĂ€t zugestellt worden, teilte ein Verdi-Sprecher des Landesbezirks Niedersachsen-Bremen mit. Der Grund dafĂŒr sei ihm unbekannt. Daher gelte die Friedenspflicht noch bis zum 31. MĂ€rz.
In den ĂŒbrigen BundeslĂ€ndern ist diese Frist bereits abgelaufen oder gilt nicht, sodass Verdi dort zu Warnstreiks aufrufen konnte. FĂŒr Niedersachsen bedeutet die Friedenspflicht dagegen, dass der regulĂ€re Betrieb im öffentlichen Nahverkehr vorerst gesichert ist - zumindest bis zum Ende der laufenden Tarifbindung.

