'Wahlausgang alarmierend': VerbÀnde warnen nach AfD-Erfolg
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 12:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Eine Politik der Abschottung und der Ausgrenzung fĂŒhrt in die Irre", sagte Alexander von Preen, PrĂ€sident des Handelsverbands Deutschland (HDE). Die wirtschaftliche Lage sei nicht gut. Wer jetzt aber glaube, dass sich das im nationalen Alleingang am besten lösen lieĂe, der liege falsch. "Ich befĂŒrchte hohen Schaden fĂŒr den Standort Deutschland, wenn potenzielle FachkrĂ€fte aus dem Ausland nun davor zurĂŒckschrecken, zu uns zu kommen", sagte von Preen.
Der PrĂ€sident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, nahm die Bundesregierung in die Pflicht. "Wir brauchen jetzt keine neue Analyse, sondern bis Jahresende eine wirksame Umsetzung der Entscheidungen, die unsere Wirtschaft wettbewerbsfĂ€higer und zukunftsfester machen." Die vor dem Sommer angekĂŒndigten Reformen etwa bei den Arbeitskosten und beim BĂŒrokratieabbau mĂŒssten jetzt mutig und konsequent umgesetzt werden. "Deutschland hat immer dann StĂ€rke bewiesen, wenn es aus schwierigen Lagen den Aufbruch gewagt hat", so Adrian.
Der PrÀsident des Maschinenbau-Branchenverbandes VDMA, Bertram Kawlath, sagte: "Der Wahlausgang in Sachsen-Anhalt ist alarmierend und auch ein deutlicher Handlungsauftrag an die Bundespolitik." Die Menschen und Unternehmen im Land brÀuchten einen klaren wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Kurs, der die WettbewerbsfÀhigkeit Deutschlands an erste Stelle setze.
Wichtige Reformen seien angekĂŒndigt oder eingeleitet, doch bei BĂŒrokratieabbau, einer schlankeren und moderneren Verwaltung, Energie, Steuern und Sozialabgaben klafften Anspruch und Umsetzung weiterhin auseinander. "Entscheidend sind konkrete Verbesserungen, die Unternehmen und BeschĂ€ftigte tatsĂ€chlich spĂŒren", sagte Kawlath.
