ROUNDUP, WaldbrÀnde

WaldbrÀnde quÀlen Teile Europas und der USA

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 13:59 Uhr | dpa.de

ATHEN - Entspannung in Griechenland, Sorgen in den USA und den Niederlanden: Die WaldbrĂ€nde westlich von Athen sind großteils gelöscht, auch wenn jederzeit neue Flammen befĂŒrchtet werden.

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ATHEN (dpa-AFX) - Entspannung in Griechenland, Sorgen in den USA und den Niederlanden: Die WaldbrĂ€nde westlich von Athen sind großteils gelöscht, auch wenn jederzeit neue Flammen befĂŒrchtet werden. In einem Naturgebiet im Osten der Niederlande wĂŒten jedoch die Feuer unkontrolliert weiter. Auch im US-Bundesstaat Washington stehen alle Zeichen auf Alarm - ganze Wohngebiete wurden verwĂŒstet.

Griechenland

Nachdem Hunderte Feuerwehrleute die vierte Nacht in Folge gegen die Flammen gekĂ€mpft haben, sind die Wald- und BuschbrĂ€nde westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle. Entwarnung gibt es jedoch nicht. Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. "Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder BrĂ€nde entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm", sagte Giannis Artopoios dem Sender ERTnews. Dieses PhĂ€nomen wolle man nun mit bis zu 30 Löschhubschraubern und -flugzeugen bekĂ€mpfen.

Problematisch sei die riesige Ausbreitung der ursprĂŒnglichen BrĂ€nde, sagte Artopoios. In den ersten Tagen der Feuer hĂ€tten die Ă€ußerst starken Winde die Flammen rasend schnell vorangetrieben. Gleichzeitig sei wegen der stĂŒrmischen Böen keine UnterstĂŒtzung aus der Luft möglich gewesen. Nun mĂŒsse man mit dem großen Ausmaß zurechtkommen, mit den weit verteilten Glutnestern in teils unzugĂ€nglichem Gebiet. "Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen, aber das wird dauern", sagte der Sprecher.

An den EinsĂ€tzen sind rund 520 Feuerwehrleute beteiligt, darunter auch 46 RettungskrĂ€fte aus Frankreich und RumĂ€nien, sowie Hunderte Freiwillige. Zudem unterstĂŒtzt das MilitĂ€r mit schwerem RĂ€umgerĂ€t, um schĂŒtzende Schneisen zu schlagen und den EinsatzkrĂ€ften in dicht bewachsenen Regionen den Weg freizurĂ€umen.

US-Bundesstaat Washington

Im Nordwesten der USA haben drei GroßbrĂ€nde ganze Wohngebiete verwĂŒstet. Gent Welsh von der Nationalgarde in dem WestkĂŒstenstaat verglich die Zerstörung in der betroffenen Region rund um die Stadt Spokane mit einem "Kriegsgebiet". Behördenangaben zufolge brannten dort mehr als 700 HĂ€user und andere GebĂ€ude ab. Verletzte oder Tote seien bislang aber nicht gemeldet worden, hieß es am Montag (Ortszeit).

Zuletzt brannten in dem Bundesstaat 17 grĂ¶ĂŸere Feuer auf einer FlĂ€che von ĂŒber 100.000 Hektar Land. Rund 5.000 EinsatzkrĂ€fte kĂ€mpften in dem Bundesstaat gegen die BrĂ€nde an.

Allein im Raum Spokane waren mehr als 65.000 Menschen dazu aufgerufen, ihre HĂ€user zu verlassen - mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die Ursache fĂŒr die BrĂ€nde wird derzeit noch untersucht. Am Montag sei ein 37-jĂ€hriger mutmaßlicher Brandstifter festgenommen worden, hieß es.

Niederlande

Der Großbrand in einem Naturgebiet im Osten der Niederlande ist bisher nicht unter Kontrolle. Rund 250 Feuerwehrleute und auch erneut Löschhubschrauber der Armee sind den Sicherheitsbehörden zufolge im Einsatz. Gut 100 Hektar seien betroffen. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher.

Das Feuer in dem Naturgebiet De Rosmolen nahe der deutschen Grenze war am Montag aus noch ungeklĂ€rter Ursache ausgebrochen. Durch Wind und hohe Temperaturen konnten sich die Flammen schnell ĂŒber die Baumkronen ausbreiten.

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