Waymo: Robotaxis fahren 500.000 Fahrten pro Woche
28.03.2026 - 00:00:35 | boerse-global.deWaymo, die Tochter von Google-Mutter Alphabet, erreicht einen neuen Meilenstein im autonomen Fahren. Das Unternehmen absolviert wöchentlich eine halbe Million Fahrten ohne Sicherheitsfahrer. Doch der rasante Expansionskurs bringt erhebliche regulatorische und sicherheitstechnische Herausforderungen mit sich.
Wachstum auf der Überholspur
Die Zahlen sind beeindruckend: Waymos Roboterautos leisten jede Woche rund 500.000 vollständig autonome Fahrten und legen dabei über 6,4 Millionen Kilometer zurück. Das entspricht etwa der Strecke von der Erde zum Mond und zurück – pro Woche. Co-CEO Dmitri Dolgov gab diese Woche das ehrgeizige Ziel bekannt, diese Zahl bis Ende 2026 auf eine Million wöchentliche, bezahlte Fahrten zu verdoppeln.
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Der Dienst ist derzeit in zehn US-Städten verfügbar, darunter Schwergewichte wie Phoenix, San Francisco und Los Angeles. Die Expansion schreitet schnell voran: In Kalifornien hat Waymo grünes Licht, sein Testgebiet massiv auszuweiten – von Sacramento bis San Diego. Auch international denkt das Unternehmen groß. Bis Ende 2026 sollen erste Städte außerhalb der USA folgen, mit London und Tokio als wahrscheinlichen Kandidaten.
Sicherheit unter scharfer Beobachtung
Doch das Wachstum findet unter schärfster Aufsicht statt. Die Sicherheitsbilanz gerät zunehmend in den Fokus von Behörden. In Austin, Texas, verzeichnete Waymo seit Juni 60 Vorfälle, darunter vier neue Zusammenstöße. Ein besonders kritischer Fall beschäftigt sogar die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB: Ein menschlicher Fernassistent soll ein Robotaxi an einem haltenden Schulbus vorbeigelenkt haben, während Kinder einstiegen.
Dieser und ein ähnlicher Vorfall in Atlanta führten im Dezember 2025 zu einem Software-Update und einem Rückruf für über 3.000 Fahrzeuge. In Kalifornien steht Waymo zudem in der Kritik der Gig-Worker-Gewerkschaft. Diese wirft dem Unternehmen vor, gegen seine Lizenz zu verstoßen, indem es unbegleitete Minderjährige befördert, und fordert eine Lizenzsperre.
Akzeptanz und Widerstand in den Städten
Die Integration in den städtischen Alltag verläuft nicht reibungslos. In Philadelphia plant der Stadtrat eine Anhörung, um die Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu prüfen. Kritiker fürchten um die Jobs von Fahrdienst-Beschäftigten und warnen vor mehr Verkehr, wenn Robotaxis die Straßen verstopfen.
Die öffentliche Wahrnehmung schwankt zwischen Neugier und Ablehnung. Während viele Nutzer den Dienst schätzen, sorgen Vorfälle für Misstrauen. Bei einem großflächigen Stromausfall in San Francisco blieben 1.600 Fahrzeuge einfach stehen. In seltenen Fällen wurden Fahrzeuge sogar bei Protesten gegen die Technologie attackiert.
Trotz der Vorfälle betont Waymo die überlegene Sicherheit seiner Systeme. Nach Unternehmensangaben verursachen ihre Fahrzeuge 92 Prozent weniger schwere Unfälle als menschliche Fahrer. Hochgerechnet auf den aktuellen Betrieb verhindere die Technologie alle acht Tage einen schweren Unfall.
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Der Weg zur globalen Mobilitätslösung
Waymos Strategie ist klar: Skalierung durch technologische Verfeinerung und internationale Expansion. Ein Schlüssel dazu ist die neue, gemeinsam mit Zeekr entwickelte elektrische Fahrzeuggeneration, die speziell für den Robotaxi-Einsatz konstruiert wurde.
Die größte Hürde bleibt jedoch nicht die Technik, sondern das Vertrauen. Waymo muss Behörden, Stadtplaner und die Öffentlichkeit gleichermaßen überzeugen. In Sacramento versucht das Unternehmen dies, indem es seine Expansion mit den städtischen „Vision Zero“-Zielen zur Verkehrssicherheit verknüpft. Ob dieser Ansatz aufgeht und Waymo sein ambitioniertes Ziel von einer Million Fahrten erreicht, wird zeigen, ob das autonome Fahren bereit für den globalen Massenmarkt ist.
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