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WDH/ ROUNDUP: Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 16:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

(Komma ergÀnzt im 5. Absatz)AMSTERDAM - Der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande ist am Morgen durch Sabotage an den Gleisanlagen zum Erliegen gebracht worden.

(Komma ergÀnzt im 5. Absatz)

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande ist am Morgen durch Sabotage an den Gleisanlagen zum Erliegen gebracht worden. Nach Angaben des Netzbetreibers ProRail legten bislang unbekannte TĂ€ter auf verschiedenen Streckenabschnitten Rohre ĂŒber die Gleise. Insgesamt seien an 30 Stellen solche und Ă€hnliche Materialien entdeckt worden.

Es sei klar, dass die Rohre "dort vorsÀtzlich abgelegt" wurden, sagte eine Sprecherin von ProRail der niederlÀndischen Nachrichtenagentur ANP. Dadurch habe das Computersystem der Bahn Signale bekommen, wonach die Gleise an den betroffenen Stellen belegt und nicht befahrbar seien.

Regierungschef nennt Sabotage "lebensgefÀhrlich"

Der niederlĂ€ndische Regierungschef Rob Jetten bezeichnete die Sabotageakte als "lebensgefĂ€hrlich". Sie ziele darauf ab, "die Gesellschaft zu destabilisieren", sagte Jetten laut ANP. Er könne sich aber bislang nicht dazu Ă€ußern, ob es sich um Terrorismus handele oder nicht. DafĂŒr mĂŒssten die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden.

Laut Polizei wurden nach der RĂ€umung der Gleise am Morgen an mehreren der Stellen erneut Materialien entdeckt, die zu Störungen hĂ€tten fĂŒhren können. Der Bahnverkehr sei dennoch bis gegen Mittag weitgehend normalisiert worden, hieß es von ProRail.

Geheimdienst unterstĂŒtzt Ermittlungen

Derweil erklĂ€rte der niederlĂ€ndische Geheimdienst AIVD, man unterstĂŒtze die Polizei bei den Ermittlungen und konzentriere sich auf die Frage, "aus welcher Richtung dies kommt".

Zur Frage nach der Möglichkeit eines terroristischen Hintergrunds wollte sich ein Sprecher des Nationalen Koordinators fĂŒr TerrorismusbekĂ€mpfung und Sicherheit (NCTV) laut ANP nicht Ă€ußern. ZunĂ€chst mĂŒsse man die weiteren Ermittlungen von ProRail, der Polizei und der Staatsanwaltschaft abwarten.

Der Zugverkehr war am Morgen rund um Zwolle zeitweise komplett zusammengebrochen. Auch zwischen Utrecht und Gouda sowie zwischen Apeldoorn und Deventer verkehrten keine ZĂŒge. Die Probleme hĂ€tten sich aber als kontrollierbar erwiesen: An den betroffenen Bahnhöfen sei es "etwas voller als sonst" gewesen, sagte die ProRail-Sprecherin.

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