SchwĂ€chelnde Weltwirtschaft trĂŒbt den Ausblick bei Bosch
18.04.2024 - 13:18:19"Die MĂ€rkte entwickeln sich verzögert - das ist bei der ElektromobilitĂ€t so, das ist bei Wasserstoff und WĂ€rmepumpe nicht anders", sagte Bosch-Chef Stefan Hartung am Donnerstag anlĂ€sslich der Bilanzpressekonferenz im schwĂ€bischen Renningen. Man sehe in diesen Bereichen zwar weiterhin groĂe Wachstumschancen. 2024 bleibe aber anspruchsvoll.
Der weltweit gröĂte Autozulieferer - der auch HaushaltsgerĂ€te, Elektrowerkzeuge sowie WĂ€rmepumpen verkauft - will seinen Umsatz im laufenden Jahr um fĂŒnf bis sieben Prozent steigern. Die Prognose fĂ€llt damit zurĂŒckhaltender aus als im Vorjahr. Das liege auch daran, dass man keinen nennenswerten RĂŒckenwind aus der Weltwirtschaft erwarte, sagte Bosch-Finanzchef Markus Forschner. In den ersten drei Monaten 2024 sei der Umsatz der Gruppe im Vorjahresvergleich sogar leicht gesunken. Bei der ProfitabilitĂ€t stehen die Zeichen auf Stagnation: Forschner sieht das Unternehmen höchstens auf dem Niveau von 2023.
Im vergangenen Jahr machte der Konzern wie bereits bekannt einen Umsatz von rund 91,6 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 4,8 Milliarden Euro. DafĂŒr sei der Einsatz aller KrĂ€fte nötig gewesen, hatte Hartung frĂŒher im Jahr gesagt. Unter dem Strich blieben rund 2,6 Milliarden Euro ĂŒbrig - deutlich mehr als im Vorjahr. Die Rendite - in dem Fall der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz - lag bei 5,3 Prozent.
Sie ist eine wichtige KerngröĂe fĂŒr den Konzern, der aktuell mit seinen finanziellen KrĂ€ften haushalten muss, um den Wandel an verschiedenen Stellen aus eigener Kraft bewĂ€ltigen zu können. Bosch muss sein GeschĂ€ft teils radikal neu aufstellen und investiert dafĂŒr Milliarden - unter anderem in den Bereichen E-MobilitĂ€t, Wasserstoff, Chips und WĂ€rmepumpen. Bis sich die Investitionen auszahlen, dĂŒrfte aber noch einige Zeit vergehen.
2026 will Bosch eine Rendite von mindestens sieben Prozent erreichen- und damit zwei Jahre spĂ€ter als angepeilt. Diese ist Hartungzufolge nötig, um aus eigener Kraft offensiv in Zukunftstechnologien, etwa fĂŒr den Klimaschutz, investieren zu können.

