Betrugsverdacht, ImmobiliengeschÀfte

Betrugsverdacht um ImmobiliengeschÀfte: Ermittlungen nach Anzeige der Volksbank

09.07.2025 - 12:45:07

Wegen des Verdachts des Betrugs, möglicher Untreue und UrkundenfÀlschung im Zusammenhang mit ImmobiliengeschÀften ermittelt die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen 13 Menschen.

Grundlage sei eine Anzeige der Volksbank Konstanz, teilte eine Sprecherin der Behörde mit.

Laut dem Geldinstitut geht es um mutmaßlich unseriöse Vermittlungen von Immobilien sowie deren Finanzierung ĂŒber ein Netzwerk rund um einen Social-Media-Influencer. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet.

Dutzende verdÀchtige Kredite - Schaden in Millionenhöhe?

Eine Sprecherin der Bank verwies auf eine Mitteilung aus dem MĂ€rz. Darin heißt es: "Mittlerweile hat die Bank 80 auffĂ€llige Kreditengagements identifiziert." Bei 20 dieser Engagements mit einem Gesamtvolumen von rund 28 Millionen Euro sehe die Volksbank Konstanz Bedarf fĂŒr Maßnahmen, um mögliche Verluste zu mindern. "Dieser summiert sich auf insgesamt fĂŒnf Millionen Euro."

Die mutmaßlichen TĂ€ter hĂ€tten fingierte beziehungsweise gefĂ€lschte Eigenkapitalnachweise und weitere BonitĂ€tsunterlagen eingereicht sowie nicht den Tatsachen entsprechende Angaben zu den Immobilien gemacht, heißt es in einer Mitteilung aus Dezember. Sowohl die Volksbank als auch in einigen FĂ€llen Kunden seien so getĂ€uscht und geschĂ€digt worden. "Die mutmaßlich tatbeteiligten Personen haben sich auf diesem Wege mithilfe von hohen Provisions- und (Teil)-Kaufpreiszahlungen einen Vermögensvorteil erschlichen."

Erste Konsequenzen gezogen

Betroffen seien ausschließlich Immobilienkredite aus dem sogenannten VermittlergeschĂ€ft. Hierbei ĂŒbernimmt ein Vermittler die vorgeschriebene Finanzierungsberatung. Das klassische ImmobilienkreditgeschĂ€ft, bei dem die Volksbank Konstanz selbst berĂ€t, sei hingegen nicht betroffen. Das VermittlungsgeschĂ€ft wurde den Angaben nach bis auf Weiteres eingestellt.

"Nach Erkenntnissen der Bank war ein kriminelles Netzwerk rund um einen ihr namentlich bekannten Vermittler aktiv", hieß es weiter. Zudem rĂ€umte die Bank ein, Mitarbeitende aus ihren Reihen hĂ€tten zumindest durch fehlerhaftes Handeln dazu beigetragen, dass fĂŒr die Volksbank SchĂ€den entstanden seien.

In Bezug auf Vertragsdetails verweist die Volksbank auf das Bankgeheimnis. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte ferner: "Im aktuellen Verfahrensstadium können keine weiteren Angaben gemacht werden."

@ dpa.de