Ergebnisse, Produktion/Absatz

Jede zwanzigste Sendung bleibt liegen

27.02.2025 - 11:58:16 | dpa.de

Wegen eines Warnstreiks bei der Post sind viele BriefkÀsten leer geblieben.

Weil rund 4.500 BeschĂ€ftigte in Zustell-StĂŒtzpunkten im ganzen Bundesgebiet ihre Arbeit niedergelegt haben, seien jeweils fĂŒnf Prozent der Tagesmenge an Briefen und Paketen vorerst liegengeblieben, teilte das Bonner Unternehmen mit. "Wir gehen davon aus, dass diese RĂŒckstĂ€nde in den nĂ€chsten Tagen zĂŒgig bearbeitet werden." Die Folgen der Warnstreiks waren am Donnerstag deutlich schwĂ€cher als am Mittwoch, als Firmenangaben zufolge jedes vierte Paket nicht zugestellt werden konnte.

Verdi hatte zum Ausstand in reinen Brief-Standorten sowie in Standorten der sogenannten Verbundzustellung aufgerufen - bei der Verbundzustellung trÀgt ein Postbote nicht nur Briefe, sondern auch Pakete aus. Nach Angaben der Post vom spÀten Vormittag legten rund 4.500 BeschÀftigte ihre Arbeit nieder. Je nach Region sei die Beteiligung unterschiedlich hoch ausgefallen. Manche Standorte in Deutschland wurden auch gar nicht bestreikt.

Gewerkschaft pocht auf krÀftige Lohnsteigerung

Verdi fordert sieben Prozent höhere Entgelte in einem zwölf Monate laufenden Tarifvertrag, der fĂŒr rund 170.000 BrieftrĂ€ger, Paketboten und andere Logistik-Mitarbeiter gelten wĂŒrde. Die Post, die zur DHL Group DE0005552004 gehört, bietet in einem 27 Monate laufenden Vertrag eine Anhebung um zunĂ€chst 1,8 Prozent und spĂ€ter um weitere 2,0 Prozent.

Außerdem macht sich Verdi fĂŒr drei Extra-Urlaubstage stark, um der gestiegenen Arbeitsbelastung Rechnung zu tragen. Wer Verdi-Mitglied ist, soll sogar vier bekommen. Die Post wiederum bietet nur einen Extra-Urlaubstag fĂŒr die BeschĂ€ftigten an, die weniger als 30 Urlaubstage im Jahr haben - also circa zwei Drittel der Belegschaft.

Verhandlungen gehen am Montag weiter

Die drei bisherigen Verhandlungsrunden brachten kein Ergebnis, fĂŒr Montag ist die vierte Runde geplant. Schon in den vergangenen Wochen hatte Verdi immer mal wieder zu Warnstreiks in den unterschiedlichen Bereichen aufgerufen, ob im Paket- oder Briefbereich. Das fĂŒhrte mancherorts zu deutlichen VerspĂ€tungen bei der Zustellung von Sendungen.

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