Geld, Deutschland

Besser ausgebildet, weniger Geld: 35-JĂ€hrige in Deutschland

30.09.2025 - 09:58:12

Weil am Freitag 35 Jahre Deutsche Einheit gefeiert wird, hat das Statistische Bundesamt die 1990 geborenen Menschen im Land unter die Lupe genommen.

Ihre Zahl betrĂ€gt rund 1,1 Millionen, wie das Bundesamt unter Berufung auf Zahlen von Ende 2024 mitteilt. Das waren 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die meisten von ihnen lebten - gemessen an der Bevölkerungszahl - in Leipzig, Berlin, MĂŒnchen und Frankfurt am Main.

Die in Deutschland lebenden 35-JÀhrigen hatten zu 36 Prozent eine Einwanderungsgeschichte, wie das Bundesamt mitteilt. 29 Prozent davon seien selbst in das vereinte Deutschland eingewandert. In der gesamten Bevölkerung hatte ein gutes Viertel (26 Prozent) eine Einwanderungsgeschichte.

Mehr als die HĂ€lfte lebte zusammen mit Kindern

Mehr als die HÀlfte (56 Prozent) der 35-JÀhrigen lebte mit minderjÀhrigen Kindern zusammen. Ebenfalls mehr als die HÀlfte (54 Prozent) war verheiratet oder lebte in einer Lebenspartnerschaft.

35-JÀhrige stehen mitten im Berufsleben: 85 Prozent waren vergangenes Jahr erwerbstÀtig, MÀnner hÀufiger (90 Prozent) als Frauen (79 Prozent). Denn auch in diesem Jahrgang zeige sich die geschlechterspezifische Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit, teilte das Bundesamt mit. Jede zweite 35-JÀhrige arbeitete in Teilzeit, bei den MÀnnern waren es dagegen nur acht Prozent.

Bruttoverdienst etwas unter dem Schnitt

Der Bruttoverdienst von vollzeitbeschÀftigten 35-JÀhrigen lag im April 2024 im Schnitt bei 4.555 Euro. Dies liege etwas unter dem Durchschnitt aller VollzeitbeschÀftigten von 4.634 Euro. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der 35-JÀhrigen wohnten zur Miete, das war den Angaben zufolge deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung (53 Prozent).

"Akademische AbschlĂŒsse sind in dieser Altersgruppe deutlich hĂ€ufiger als in der Gesamtbevölkerung vertreten", berichtet das Bundesamt. Ein Drittel (34 Prozent) hatte eine abgeschlossene Lehre oder Berufsausbildung, ein weiteres Drittel einen Hochschulabschluss (34 Prozent). 13 Prozent hatten einen Fachschulabschluss. Jeder FĂŒnfte hatte allerdings noch keinen beruflichen Abschluss.

@ dpa.de