Sparkurs bei VW: Weitere Manager scheitern mit Klagen
11.11.2024 - 15:26:17Die Forderungen seien in zwei FÀllen vollstÀndig abgewiesen worden, teilte das Arbeitsgericht Braunschweig mit. Mitte Oktober hatte das Gericht die ersten 23 Klagen ehemaliger VW-Manager gegen den neuen Sparkurs des Autobauers abgelehnt.
Konkret fordern die auĂertariflich BeschĂ€ftigten - vorrangig aus Managementkreisen - von Volkswagen DE0007664039 die Zahlung des zweiten Teils einer InflationsausgleichsprĂ€mie in Höhe von 1.000 Euro sowie die Weitergabe einer Tariferhöhung von 3,3 Prozent. VW hatte im Rahmen seines Sparprogramms im FrĂŒhjahr beschlossen, auch die FĂŒhrungskrĂ€fte zu beteiligen. FĂŒr die Betroffenen fielen daher Gehaltserhöhung und PrĂ€mie weg.
Gericht folgt KlÀgern nicht - mit einer Ausnahme
Die Kammer sei der Argumentation der KlĂ€ger erneut nicht gefolgt, weil eine etwaige Zusage des Unternehmens fĂŒr sie keine Verbindlichkeit erlangt habe. DafĂŒr hĂ€tte es aus Sicht des Gerichts wirksame VertragsĂ€nderungen in Schriftform geben mĂŒssen. Eine Mitteilung von VW aus dem MĂ€rz 2023 reiche dafĂŒr nicht aus, hieĂ es zur BegrĂŒndung.
In einem Ausnahmefall sprach das Gericht dem KlÀger aber die PrÀmie von 1.000 Euro zu. Durch eine andere Ausgestaltung des Arbeitsvertrags liege in dem Fall eine rechtsverbindliche Zusage von VW vor. Die Lohnerhöhung gebe es aber auch in diesem Fall nicht.
Berufung angekĂŒndigt
Bei den KlĂ€gern handelt es sich nach Angaben des Gerichts fast durchweg um Mitarbeiter im Vorruhestand. Sie sind demnach im Rahmen sogenannter Zeit-Wertpapiere bereits aus dem Arbeitsleben ausgeschieden, stehen aber weiter auf der Gehaltsliste bei VW. Die meisten der bisher unterlegenen frĂŒheren FĂŒhrungskrĂ€fte haben angekĂŒndigt, Berufung einzulegen.
Neben den bisher verhandelten Klagen sind nach Angaben eines Sprechers noch etwa 70 weitere Àhnliche Verfahren beim Arbeitsgericht Braunschweig anhÀngig.

