Weltbank schÀtzt Schaden nach Venezuela-Beben auf 20 Milliarden Dollar
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 16:27 Uhr | dpa.deEuro) verursacht. Fast die HÀlfte davon entfalle auf WohngebÀude (47 Prozent), gefolgt von Infrastruktur (27 Prozent) und NichtwohngebÀuden (26 Prozent), teilte das Institut mit Sitz in Washington mit. Geografisch seien der Bundesstaat La Guaira sowie der Distrito Capital am stÀrksten getroffen worden. Auf diese sei rund die HÀlfte der unmittelbaren SachschÀden entfallen.
Unter unmittelbaren SachschÀden versteht man den Verlust von Sachwerten, die durch ein Naturereignis wie etwa ein Erdbeben zerstört oder beschÀdigt wurden. Nicht enthalten sind indirekte Folgekosten wie ProduktionsausfÀlle oder Betriebsunterbrechungen.
Am 24. Juni hatten zwei Beben der StĂ€rke 7,2 und 7,5 das sĂŒdamerikanische Land erschĂŒttert. Die Zahl der offiziell bestĂ€tigten Todesopfer liegt inzwischen bei mehr als 5.000. Verletzt wurden demnach 16.740 Menschen. Knapp 18.000 Menschen sollen bei der Katastrophe ihr Zuhause verloren haben. Hunderte GebĂ€ude wurden beschĂ€digt oder komplett zerstört.
Venezuela holte sich bereits Millionen bei IWF
Bereits Mitte des Monats hatte die venezolanische Regierung in Venezuela laut der geschĂ€ftsfĂŒhrenden PrĂ€sidentin Delcy RodrĂguez 346 Millionen US-Dollar beim Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) abgerufen. Das Geld aus dem Guthaben Venezuelas beim IWF solle zum Wiederaufbau und zur UnterstĂŒtzung der betroffenen Familien verwendet werden, teilte RodrĂguez bei Telegram mit.
Venezuela und der Internationale WÀhrungsfonds mit Sitz in Washington hatten im April ihre Beziehungen nach siebenjÀhriger Pause wieder offiziell aufgenommen. Die Beziehungen waren eingefroren, nachdem der IWF 2019 - wie die USA und andere LÀnder - die Oppositionsregierung unter Juan Guaidó als legitime Regierung Venezuelas anerkannt hatte, und nicht die von Machthaber Nicolås Maduro.
Maduro wurde im Januar durch einen US-MilitĂ€reinsatz gestĂŒrzt, woraufhin die USA und andere Staaten die Interimsregierung unter RodrĂguez anerkannten und auch eine WiederannĂ€herung an den IWF folgte.
